Sturm "Elli" legt Braunschweig lahm – Winterdienst in der Kritik
Sturm „Elli“ sorgte vergangene Woche in Braunschweig für massive Behinderungen. Heftige Schneefälle führten zu blockierten Straßen, Zugausfällen und geschlossenen Schulen. Die Reaktion der Stadt hat nun Forderungen nach einer umfassenden Überprüfung der Winterdienste ausgelöst.
Während des Sturms arbeiteten die Schneepflug-Teams rund um die Uhr, um die Hauptverkehrsadern freizuhalten. Dennoch füllten sich viele Straßen fast sofort wieder mit Schnee. Wichtige Fußgängerbereiche – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Parkstraße – blieben tagelang ungeräumt oder nur teilweise befreit.
Kritik gab es auch an der Räumung der Radwege. Berichten zufolge wurden einige Strecken erst alle 19 Stunden geräumt, was Radfahrer:innen vor große Probleme stellte. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS argumentierte, dass die aktuellen Personalkapazitäten beim Dienstleister ALBA für anhaltenden Schneefall nicht ausreichten.
Als Reaktion darauf hat der Stadtrat eine Untersuchung der Winterdienst-Leistungen beschlossen. Der Antrag verlangt eine detaillierte Aufschlüsselung der zusätzlichen Kosten, die für eine Ausweitung der Einsätze und häufigere Räumungen nötig wären. Zudem soll geprüft werden, ob ALBA über ausreichend Personal und Technik für die Schneebeseitigung verfügt. Die Ergebnisse sollen in die künftige Planung einfließen – auch in das neue Betriebsmodell, das 2031 in Kraft treten soll.
Der Mobilitätsentwicklungsplan 2035 betont bereits den Bedarf an besserer Infrastruktur für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen. Doch das Chaos der vergangenen Woche hat die Wintervorsorge ganz nach oben auf die Agenda gesetzt.
Die Untersuchung wird bewerten, ob die aktuellen Ressourcen für Extremwetter ausreichen. Die Ergebnisse könnten vor der nächsten Wintersaison zu Anpassungen bei Personal, Ausstattung oder Verträgen führen. Die Stadt will so künftig ähnliche Behinderungen verhindern.






