12 March 2026, 10:10

Strengere EU-Einreisekontrollen: Fingerabdrücke und Gesichtsscans für US-Touristen ab Oktober

Ein altes Passfoto mit einem Mannsbild, Text und Fingerabdrücken.

Strengere EU-Einreisekontrollen: Fingerabdrücke und Gesichtsscans für US-Touristen ab Oktober

Ab dem 12. Oktober müssen US-Touristen in Europa mit strengeren Einreisekontrollen rechnen. Das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union wird von allen nicht-europäischen Besuchern Fingerabdrücke und Gesichtsscans verlangen. Neunundzwanzig Länder des Schengen-Raums führen das System ein, um Reisende künftig genauer zu erfassen.

Betroffen sind alle Einreisenden aus Staaten außerhalb der Schengen-Zone – auch US-Bürger. Bei der Ankunft müssen sie neben Passdaten wie Name und Geburtsdatum auch biometrische Informationen hinterlegen. Kinder unter zwölf Jahren sind von der Fingerabdruckpflicht ausgenommen, unterliegen aber weiterhin anderen Kontrollen.

Das EES erfasst Ein- und Ausreiseorte sowie die genauen Reisedaten. Es ersetzt die herkömmlichen Passstempel und setzt die Regeln für Überziehungen der Aufenthaltsdauer strenger durch. Wer die erlaubten 90 Tage innerhalb von 180 Tagen überschreitet, muss weitere 90 Tage warten, bevor eine erneute Einreise möglich ist. Reisende, die sich den neuen Kontrollen entziehen, riskieren die Verweigerung der Einreise.

Die Änderungen gelten nur an den Außengrenzen des Schengen-Raums. Nicht-Schengen-Staaten in Europa bleiben von den biometrischen Anforderungen unberührt.

Das neue System markiert den Wechsel von manuellen Passstempeln zur digitalen Erfassung. Es soll Bewegungen von Besuchern präziser überwachen und die Grenzsicherheit erhöhen. US-Bürger und andere nicht-europäische Reisende müssen bei der Einreise in den Schengen-Raum künftig mehr Zeit für die Kontrollen einplanen.

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