Steuern steigen 2024 im Kreis Offenbach: Wer jetzt mehr zahlen muss
Esther SchülerSteuern steigen 2024 im Kreis Offenbach: Wer jetzt mehr zahlen muss
Mehrere Städte im Kreis Offenbach erhöhen 2024 die Steuern – Grundbesitzer und Unternehmen betroffen
Mehrere Gemeinden im Kreis Offenbach haben im Jahr 2024 die Steuern angehoben, was sowohl Immobilienbesitzer als auch Unternehmen belastet. Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass einige Kommunen mit Haushaltslücken kämpfen, während andere sich auf anstehende Reformen vorbereiten. Die durchschnittlichen Steuersätze liegen je nach Steuerart nun über oder unter dem Landesdurchschnitt.
Sechs Gemeinden im Kreis haben in diesem Jahr entweder die Grundsteuer B oder die Gewerbesteuer erhöht. Heusenstamm, Mühlheim und Hainburg haben ihre Grundsteuer B deutlich angehoben. Heusenstamm verzeichnet mit 950 Prozent nun den höchsten Satz in der Region, während Neu-Isenburg mit 350 Prozent den niedrigsten bleibt. Der durchschnittliche Grundsteuer-B-Satz im Kreis Offenbach stieg auf 654 Prozent und übertrifft damit den hessischen Durchschnitt von 2023, der bei 509 Prozent lag.
Bei der Gewerbesteuer zogen Neu-Isenburg, Dietzenbach und Langen nach. Neu-Isenburgs Satz liegt bei 345 Prozent – der niedrigste im Kreis –, während Dietzenbach mit 405 Prozent den höchsten Hebesatz aufweist. Der durchschnittliche Gewerbesteuersatz im Kreis Offenbach beträgt 373 Prozent und liegt damit leicht unter dem hessischen Durchschnitt von 2023 (392 Prozent).
Hinzu kommen anhaltende Haushaltsprobleme: Acht Kommunen konnten für 2024 keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Zudem haben sechs Städte darauf verzichtet, vor der Grundsteuerreform 2025 aufkommensneutrale Anpassungen vorzunehmen. Diese Entscheidung könnte zu dauerhaft höheren Abgaben für die Bürger führen.
Die Steuererhöhungen spiegeln die anhaltenden finanziellen Belastungen im Kreis Offenbach wider. Während einige Gemeinden mit Haushaltsdefiziten zu kämpfen haben und andere auf Anpassungen verzichten, könnte die Reform 2025 weitere Steigerungen mit sich bringen. Grundbesitzer und Unternehmen müssen sich in den kommenden Jahren auf diese Veränderungen einstellen.






