08 June 2026, 08:08

SPD-Chef Miersch will Abgeordnete zur Rentenbeitragspflicht verpflichten

SPD-Fraktionschef Miersch im ARD-Interview: Auch Abgeordnete sollten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen - Regierung arbeitet auch in der Sommerpause

SPD-Chef Miersch will Abgeordnete zur Rentenbeitragspflicht verpflichten

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert Bundestagsabgeordnete auf, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, hat Abgeordnete aufgefordert, sich an der gesetzlichen Rente zu beteiligen. Er argumentierte, dass Parlamentarier nicht von den Beiträgen befreit sein sollten, und betonte, dass jeder nach seinen finanziellen Möglichkeiten zahlen müsse. Seine Äußerungen fallen vor die für nächste Woche geplanten Gespräche mit den Sozialpartnern über die Rentereform.

Miersch machte deutlich, dass seine Partei das Prinzip der leistungsgerechten Beiträge unterstützt. Dies erweiterte er über die Rente hinaus und forderte faire Zahlungen auch in die Pflege- und Krankenversicherungssysteme. Seine Haltung spiegelt einen breiteren Vorstoß für gleiche finanzielle Verantwortung in öffentlichen Einrichtungen wider.

Vor dem anstehenden Dialog mit den Sozialpartnern dämpfte Miersch die Erwartungen an schnelle, weitreichende Reformen. Er erklärte, dass über ausgereifte Vorschläge bis zum 1. Juli entschieden werden solle, warnte jedoch, dass Fortschritte vom Engagement der Arbeitgeber und Gewerkschaften abhängen würden. Eine sogenannte „konzertierte Aktion“ – eine abgestimmte Initiative zwischen Regierung und Beteiligten – hielt er nicht für erforderlich.

Der SPD-Politiker wies zudem darauf hin, dass die Sommerpause Zeit bieten werde, die Pläne weiter zu verfeinern. Auch wenn Reformen nicht kurzfristig kommen dürften, deutete er an, dass ein kontinuierlicher Dialog dennoch Ergebnisse vor der Pause bringen könnte.

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Mierschs Forderung an die Abgeordneten, in die Rentenkasse einzuzahlen, setzt eine klare Position der SPD. Der Ausgang der nächsten Gespräche wird von der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politikern abhängen. Konkrete Änderungen werden voraussichtlich bis zum Stichtag am 1. Juli ausgearbeitet.

Quelle