Sophia Hoffmanns HAPPA revolutioniert veganes Essen mit Zero Waste und Fairness
Tilly HörleSophia Hoffmanns HAPPA revolutioniert veganes Essen mit Zero Waste und Fairness
Sophia Hoffmann, seit über einem Jahrzehnt Veganerin, hat in Berlin HAPPA eröffnet – ein pflanzliches Restaurant mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit und sozialer Verantwortung. Gemeinsam mit ihrer Mitgründerin Nina Peterson hat Hoffmann ein Team aus Köchinnen und Servicekräften aufgebaut – alles Frauen –, die nach einem bewussten Beschäftigungsmodell fair entlohnt werden.
Das Konzept von HAPPA basiert auf drei Säulen: ein wechselndes Mittagsmenü, abendliche Dinner-Events und private Buchungen. Jedes Gericht folgt einer Zero-Waste-Philosophie, bei der jedes Teil des Gemüses – von der Wurzel bis zum Blatt – verwertet wird. Die Preise bleiben erschwinglich, einige Gerichte kosten unter zehn Euro, sodass das Angebot für alle budgetfreundlich ist.
Die Zutaten bezieht das Restaurant von Querfeld, einer Initiative, die "unperfektes" oder überschüssiges Gemüse rettet, das sonst im Müll landen würde. Der Kaffee stammt von Angelique's Finest, einer Frauenkooperative aus Ruanda, was HAPPAs Engagement für postkoloniale Gerechtigkeit unterstreicht. Hoffmanns Ansatz spiegelt sich auch in ihren veröffentlichten Werken wider, darunter Zero Waste Küche, ein Kochbuch mit Fokus auf Nachhaltigkeit, und Die kleine Hoffmann, das achtsames Kochen vermittelt.
Hoffmanns zwölfjährige vegane Erfahrung und ihre vier Kochbücher prägen die Philosophie von HAPPA. Das Team aus zwei Köchinnen und drei Servicekräften arbeitet nach einem Modell, das Empathie, Klimaschutz und Geschlechtergerechtigkeit in den Vordergrund stellt. Jeder Aspekt – von der Beschaffung der Zutaten bis zu den Löhnen – folgt diesen Werten.
Das Menü in HAPPA wechselt wöchentlich und bietet kleine, biozertifizierte und rein pflanzliche Gerichte. Mit seinen abfallarmen Methoden, fairen Handelspartnerschaften und inklusiven Personalstrukturen hebt sich das Restaurant ab. Durch Kreativität, Klimabewusstsein und sozialen Einsatz wird hier Essen zur Form des Aktivismus.






