29 June 2026, 18:20

Schwarmkraftwerk am Rhein: 124 Energyfish-Turbinen revolutionieren die Wasserkraft

Energyminer's River Turbines Are Real. The Cheap Baseload Claim Needs Operating Data.

Schwarmkraftwerk am Rhein: 124 Energyfish-Turbinen revolutionieren die Wasserkraft

Ein neues Wasserkraftwerk entsteht am Rhein

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Am Rhein nimmt eine innovative Art von Wasserkraftwerk Gestalt an: Das Unternehmen Energyminer installiert in St. Goar 124 Energyfish-Module und schafft damit das erste großflächige „Schwarmkraftwerk“ dieser Art. Das System verspricht zuverlässige und kostengünstige Energie – ganz ohne Staudämme oder herkömmliche Infrastruktur.

Jede Energyfish-Einheit ist eine kompakte, schwimmende Turbine mit den Maßen 2,8 Meter Länge, 2,4 Meter Breite und 1,4 Meter Höhe. Bei einem Gewicht von etwa 80 Kilogramm erzeugt sie bis zu 6 Kilowatt, im Durchschnitt jedoch 1,8 Kilowatt. Für den Betrieb benötigt das Gerät mindestens einen Meter Wassertiefe und eine Strömungsgeschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde; die höchste Effizienz erreicht es bei 2,5 Metern pro Sekunde.

Laut Energyminer kann eine einzelne Einheit jährlich rund 15 Megawattstunden erzeugen. Ein Schwarm von 100 Modulen käme somit auf etwa 1,5 Gigawattstunden pro Jahr. Das Unternehmen betont, dass das System kontinuierlich – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit – laufen kann, hochwasserresistent ist und Fische nicht gefährdet.

Die Technologie wird bereits im Münchner Auer Mühlbach in der Nähe eines klassischen Wasserkraftwerks getestet. Im Gegensatz zu Staudämmen oder Laufwasserkraftwerken ist Energyfish für schnelle Installation, geringen Wartungsaufwand und vereinfachte Genehmigungsverfahren konzipiert. Die gestrichenen Stromgestehungskosten liegen Schätzungen zufolge bei etwa 0,08 Euro pro Kilowattstunde – inklusive Investitionen, Betrieb und Instandhaltung. Die durchschnittliche jährliche Rendite soll über 20 Jahre hinweg mindestens 8 Prozent betragen.

Das Projekt in St. Goar markiert einen wichtigen Meilenstein für Energyminers Energyfish. Ziel ist es, Gemeinden eine stetige und kostengünstige Energiequelle zu bieten. Dank Skalierbarkeit und Effizienz könnte das System einen neuen Ansatz für die kleinteilige Wasserkraft darstellen.

Quelle