24 March 2026, 04:09

Schülerprojekt für Solarmodule scheitert an neuem Schulgebäude-Eigentümer

Plakat mit Text über einen 2023er Steuerbonus, der bis zu 30% der Kosten für die Dachsolaranlage deckt, mit Bäumen und einem Gebäude mit Solarpaneelen im Hintergrund.

Schülerprojekt für Solarmodule scheitert an neuem Schulgebäude-Eigentümer

Schülerinnen und Schüler der Max-Eyth-Schule setzen sich seit Jahren für die Installation von Solarmodulen auf dem Dach ihrer Schule ein. Doch nun droht ihr Engagement einen Rückschlag: Der neue Eigentümer des Gebäudes, die Montano Real Estate GmbH, hat das Projekt abgelehnt. Als Begründung führte das Unternehmen rechtliche Bedenken, Vorschriften für Dachbegrünungen sowie Kostensorgen an.

Die Initiative für Solarenergie startete 2021, als die Schülerinnen und Schüler sich für eine Anlage mit rund 700 Modulen einsetzten. Würde sie realisiert, könnte sie genug Strom erzeugen, um jährlich 100 Haushalte zu versorgen – oder ein Drittel des Schulbedarfs zu decken. Zudem würde das Projekt den CO₂-Ausstoß um etwa 160 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Montano argumentiert, dass selbst erzeugter Solarstrom mit 18 Cent pro Kilowattstunde zu teuer sei – deutlich über dem aktuellen Bezugspreis von 10 Cent. Doch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme widersprach dieser Darstellung. Laut dessen Analyse liegen die Kosten für Strom aus kleinen Dachanlagen bei höchstens 14,4 Cent pro Kilowattstunde. Schüler und Expertinnen fordern seitdem eine Überprüfung der Berechnungen des Unternehmens.

In den vergangenen fünf Jahren haben sowohl die Stadt Dreieich als auch das Land Hessen ihre Förderung für Solaranlagen ausgeweitet. Hessen verdoppelte die Mittel im Rahmen der Programme Solarpaket I und II, während Dreieich Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden installierte – darunter eine 250-kWp-Anlage auf dem Rathaus im Jahr 2022. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien in der Region auf 40 Prozent zu steigern.

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Montano hat zwar eine mögliche Neubewertung der Entscheidung in Aussicht gestellt, einen konkreten Zeitplan gibt es jedoch noch nicht.

Die Absage lässt die von den Schülerinnen und Schülern getragene Initiative damit vorerst in der Schwebe – trotz ihres ökologischen und wirtschaftlichen Potenzials. Während Kommunen und Landesregierung den Ausbau der Solarenergie vorantreiben, zeigt der Fall, welche Hürden private Eigentumsverhältnisse für Nachhaltigkeitsprojekte darstellen können. Vorerst bleibt das Dach ungenutzt, die geplanten Module unmontiert.

Quelle