23 April 2026, 18:12

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler bei Girls' und Boys' Day

Roter Stempel mit "Deutsches Reich"-Text auf schwarzem Hintergrund.

Sachsen-Anhalt verbietet AfD-Praktika für Schüler bei Girls' und Boys' Day

Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern die Teilnahme an Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD untersagt. Betroffen ist in diesem Jahr die Initiative Girls' Day und Boys' Day, für die sich über 20 Jugendliche beworben hatten. Landesbeamte begründen die Entscheidung mit verfassungsmäßigen Grundsätzen und demokratischen Werten.

Das Verbot wurde von Bildungsminister Jan Riedel bestätigt, der eine Zusammenarbeit mit der AfD für unangemessen erklärte. Er verwies auf die Einstufung der Partei als rechtsextrem in Teilen Deutschlands und fügte hinzu, ihr Programm enthalte undemokratische und menschenverachtende Elemente.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Fraktionsvorsitzende der AfD, Ulrich Siegmund, wies die Beschränkung als politisch motiviert zurück. Er argumentierte, die Fraktion agiere als eigenständige juristische Person und stehe damit nicht gleichzusetzen mit der Partei selbst – das Verbot sei daher unbegründet.

Riedel verteidigte die Maßnahme mit dem Hinweis auf die Verantwortung der Schulen, demokratische Normen zu wahren. Der jährliche Girls' und Boys' Day ermöglicht Schülern Berufserkundungen, doch Praktika bei der AfD-Landesfraktion werden künftig nicht mehr gestattet.

Das Verbot verhindert, dass Schüler im Rahmen der diesjährigen Berufsinitiative Erfahrungen bei der AfD-Fraktion sammeln. Die Behörden bestehen darauf, dass die Einschränkung zum Schutz verfassungsmäßiger Werte notwendig sei. Die AfD hält die Entscheidung weiterhin für ungerecht und politisch voreingenommen.

Quelle