20 June 2026, 12:08

Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte – doch viele Betriebe zögern noch

Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Mitarbeiter - fast 9 % aller Beschäftigten kommen nicht aus Deutschland

Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte – doch viele Betriebe zögern noch

Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt stark gestiegen

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In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte im vergangenen Jahrzehnt deutlich erhöht. Mittlerweile stammen fast 9 Prozent der Beschäftigten in der Region aus dem Ausland – ein Anstieg um 308 Prozent seit 2015. Trotz dieses deutlichen Wachstums stellen die meisten Unternehmen nach wie vor keine internationalen Fachkräfte ein.

Im Jahr 2025 beschäftigten 11.539 Betriebe in Sachsen-Anhalt mindestens eine ausländische Arbeitskraft. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2015. Allein zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl dieser Unternehmen um 43 Prozent.

Von Juni 2024 bis Juni 2025 kamen zusätzlich 5.560 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ausländerinnen und Ausländer in der Region hinzu. Aktuell setzt jedes vierte Unternehmen auf internationale Arbeitskräfte, während fast drei Viertel weiterhin darauf verzichten. Größere Betriebe stellen dabei eher ausländisches Personal ein als kleinere.

Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Angesichts der demografischen Entwicklung seien ausländische Arbeitskräfte zunehmend unverzichtbar für den regionalen Arbeitsmarkt, so Behrens.

Der Anteil ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt liegt nun bei knapp 9 Prozent. Zwar stellen immer mehr Unternehmen internationale Fachkräfte ein, doch die Mehrheit setzt weiterhin auf heimische Arbeitskräfte. Die Integration ausländischer Beschäftigter bleibt ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche Stabilität der Region.

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