RWE und Terralayr revolutionieren Energiespeicher mit neuem Tolling-Modell für 50-MW-Batterien
Hilma PergandeRWE und Terralayr revolutionieren Energiespeicher mit neuem Tolling-Modell für 50-MW-Batterien
RWE und Terralayr unterzeichnen Tolling-Vereinbarung für 50-MW/100-MWh-Batteriespeicher-Portfolio
RWE und Terralayr haben eine Tolling-Vereinbarung für ein Batteriespeicher-Portfolio mit einer Leistung von 50 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 100 Megawattstunden (MWh) geschlossen. Der Deal umfasst mehrere Speicherstandorte, die im Rahmen eines neuen "Multi-Asset-Kapazitäts-Tolling"-Modells gebündelt werden. Dieses Modell soll kleineren Batteriebetreibern einen besseren Marktzugang und stabile Einnahmequellen ermöglichen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass Terralayr eine jährliche Festgebühr für die Nutzung seiner Batterieanlagen erhält. Die Anlagen, die sich im Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz befinden, werden in die Energiehandelsaktivitäten von RWE integriert. Ab 2026 übernimmt RWE für einen Zeitraum von fünf Jahren die Marktoptimierung der Batterien.
Die Speicher werden über eine Flexibilitätsplattform zu einer einzigen virtuellen Batterie zusammengefasst. Dieses Modell unterstützt kleinere Speicherprojekte, indem es verteilte Anlagen bündelt, die Wirtschaftlichkeit verbessert und Risiken verringert. Mikko Preuß, Chief Commercial Officer (CCO) von Terralayr, betonte, dass stabile Erträge entscheidend für die Finanzierung von Batteriespeicherprojekten seien.
Das "Multi-Asset-Kapazitäts-Tolling" wird bereits in anderen europäischen Märkten eingesetzt. In Deutschland umfassen aktuelle Vereinbarungen eine bayerische Batterie (Dezember 2025) sowie den Speicher von MEAG in Metelen (Juni 2025). Im Vereinigten Königreich hat RWE in Wales 228 Millionen Euro investiert (Dezember 2025) und plant ein 300-MW/600-MWh-Projekt in Thurrock (November 2025). Belgien setzt das Modell ebenfalls ein, etwa bei Engie/NHOA mit einem 320-MWh-Speicher (Dezember 2025).
Auf dem anstehenden Battery Business & Development Forum in Frankfurt (16. Juli) wird die weitere Expansion des Modells in Deutschland, Italien und anderen europäischen Märkten diskutiert.
Die Vereinbarung sichert kleineren Batteriebetreibern langfristige Verträge mit festen Preisen. Durch die Bündelung von Kapazitäten verbessert das Modell den Marktzugang und die finanzielle Stabilität von Speicherprojekten. Zudem stärkt der Deal die Energiehandelsfähigkeiten von RWE im Netzgebiet von 50Hertz.






