12 March 2026, 18:11

Rückruf von Bockshornklee-Blättern wegen verbotener Pestizid-Rückstände in Deutschland

Eine Person hält ein Blatt mit roten Flecken, was auf Eichenblättertod hinweist, mit ein paar Pflanzen im Hintergrund.

Rückruf: Pestizid in Korianderblättern gefunden - Rückruf von Bockshornklee-Blättern wegen verbotener Pestizid-Rückstände in Deutschland

Eine Charge Bockshornklee-Blätter wurde in ganz Deutschland zurückgerufen, nachdem Tests Rückstände eines verbotenen Pestizids nachwiesen. Das unter der Marke "MDH Peacook Kasoori Methi" vertriebene Produkt enthält Chlorpyrifos – einen Wirkstoff, der in der EU seit 2020 wegen gesundheitlicher Risiken verboten ist. Die Behörden rufen Verbraucher auf, ihre Vorräte umgehend zu überprüfen.

Betroffen sind 100-Gramm-Packungen getrockneter Bockshornklee-Blätter mit den Chargennummern LOT Nr. 314, 315 und 316. Jede Packung trägt ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 30. November 2026. Die belastete Ware war vor dem Rückruf in 14 Bundesländern im Handel.

Die hinter dem Produkt stehende Firma Global Foods Trading GmbH bestätigte den Rückruf, nachdem Routineuntersuchungen Chlorpyrifos nachgewiesen hatten. Das Pestizid wurde vor vier Jahren in der EU verboten, da es mit neurologischen Schäden in Verbindung gebracht wird – insbesondere bei Kindern.

Nach solchen Vorfällen leiten deutsche Lebensmittelbehörden in der Regel Nachkontrollen ein. Prüfer untersuchen ähnliche Produkte, um zu klären, ob die Verunreinigung ein Einzelfall ist oder weiter verbreitet auftritt. Bestehen weiterhin Risiken, werden die Erkenntnisse über das EU-Schnellwarnsystem weitergegeben. Die zuständigen Landesbehörden führen dann unangekündigte Stichproben bei Herstellern und Händlern durch, um die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen.

Verbraucher, die betroffene Chargen besitzen, sollten das Produkt nicht mehr verwenden und es an der Verkaufsstelle zurückgeben. Der Rückruf unterstreicht die anhaltende Wachsamkeit gegenüber verbotenen Stoffen in importierten Lebensmitteln. Weitere Updates hängen von den Ergebnissen der Nachinspektionen ab.

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