Preisstopp für Medikamente bleibt bis 2026 – Milliardenersparnis für Krankenkassen
Tilly HörlePreisstopp für Medikamente bleibt bis 2026 – Milliardenersparnis für Krankenkassen
Deutschlands Regeln zur Preisfestsetzung für verschreibungspflichtige Medikamente bleiben mindestens bis 2026 in Kraft, wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mitteilte. Die Maßnahmen, zu denen ein Preisstopp und verpflichtende Rabatte gehören, haben den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) bereits Milliarden eingespart. Allerdings bieten Inflationsanpassungen und mögliche Ausnahmen den Arzneimittelherstellern etwas Spielraum.
Das aktuelle System sieht einen Preisstopp für verschreibungspflichtige Medikamente vor, die von den Krankenkassen erstattet werden. Zudem müssen Pharmaunternehmen gesetzlich vorgeschriebene Rabatte gewähren. Allein im Jahr 2024 entlasteten diese Kostendämpfungsmaßnahmen die GKV um 2,19 Milliarden Euro.
Um die Belastung für die Hersteller zu mildern, ist eine jährliche Inflationsanpassung vorgesehen. Für 2026 wird diese auf 79 Millionen Euro geschätzt. Unternehmen können zudem Befreiungen von den Rabattpflichten beantragen, falls die Regeln zu einer übermäßigen finanziellen Belastung führen.
Neue Medikamente mit frischen Zulassungen oder ohne therapeutische Alternativen sind vom Preisstopp ausgenommen. Ihre Preise werden stattdessen separat verhandelt. Trotz dieser Ausnahmen besteht das BMG auf die Beibehaltung des Gesamtrahmens. Die Behörde argumentiert, dass eine Aufhebung des Preisstopps zu höheren Zusatzbeiträgen führen könnte – der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz wird bis 2026 voraussichtlich 2,9 Prozent erreichen.
Mit der Entscheidung des BMG bleiben die bestehenden Preiskontrollen für weitere zwei Jahre unverändert. Zwar bieten Inflationsanpassungen und Ausnahmen gewisse Entlastungen, doch der Fokus liegt weiterhin auf der Stabilisierung der Krankenversicherungsbeiträge. Die Maßnahmen sollen die finanzielle Stabilität der GKV bis 2026 sichern.






