Pfingstturnier Wiesbaden: Hohe Preise sorgen für Empörung unter Familien
Tilly HörlePfingstturnier Wiesbaden: Hohe Preise sorgen für Empörung unter Familien
Das 87. Internationale Pfingstturnier in Biebrich, Wiesbaden, sorgt mit hohen Kosten für Aufsehen
Das renommierte Reitturnier in der hessischen Landeshauptstadt steht wegen seiner hohen Preise in der Kritik. Familien, die das exklusive Sportereignis besuchen, müssen tief in die Tasche greifen – nicht nur für Eintrittskarten, sondern auch für Verpflegung. Kritiker monieren, dass die elitäre Ausrichtung des Turniers im Widerspruch zu den städtischen Zuschüssen in Höhe von 213.000 Euro stehe.
Allein der Eintritt für eine vierköpfige Familie kostet 138 Euro, ein Kinderticket schlägt mit 33 Euro zu Buche. Ermäßigungen gibt es für Auszubildende, Studierende, Ehrenamtliche und Familien – allerdings nur bei Vorabbuchung unter strengen Auflagen. Doch die Ausgaben hören damit nicht auf: Vor Ort werden einfache Nudelgerichte für 10 Euro angeboten, Nutella-Crêpes kosten 6 Euro, und für eine Flasche Wasser werden 4,50 Euro fällig.
Die glanzvolle, hochpreisige Atmosphäre des Turniers steht im Kontrast zu Forderungen nach mehr Zugänglichkeit. Ein Kommentator schlug scherzhaft vor, den "Familientag" in "Tag des offenen Geldbeutels" umzubenennen, um die finanzielle Belastung der Besucher widerzuspiegeln. Andere plädieren für einen "Familientag für alle" mit bezahlbaren, barrierefreien Angeboten.
Trotz der Kritik bleibt das Turnier ein prestigeträchtiger Höhepunkt im Wiesbadener Veranstaltungskalender. Die Organisatoren haben sich bisher nicht zu den Vorschlägen geäußert, die Kosten zu senken oder den Zugang zu erleichtern. Das Turnier finanziert sich weiterhin aus öffentlichen Mitteln, während die Preise auf Premium-Niveau bleiben. Familien und preisbewusste Besucher müssen genau planen, um von den begrenzten Ermäßigungen zu profitieren. Vorerst ändert sich nichts an dem exklusiven Ruf und den hohen Ausgaben des Events.






