08 May 2026, 14:18

Panter-Preis 2026 ehrt Graswurzelmedien mit klarem Motto: Unabhängig, kritisch, widerstandsfähig

Buntes Plakat für die Wikisound Audio Spricht Kampagne mit blauem Hintergrund, gelber und weißer Schrift und Bildern von lachenden Menschen, die Gewinner feiern.

Panter-Preis 2026 ehrt Graswurzelmedien mit klarem Motto: Unabhängig, kritisch, widerstandsfähig

Der Panter-Preis 2026 hat sein Motto bekannt gegeben: Unabhängig, kritisch, widerstandsfähig: Graswurzelmedien. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die demokratische Medien von der Basis aus stärken. Unter den Nominierten finden sich sowohl langjährige Initiativen als auch neue Plattformen, die im lokalen Journalismus und in der Medienbildung Akzente setzen.

Die Shortlist vereint etablierte und aufstrebende Medienformate. der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefangenenzeitung, erscheint seit 1968 ohne Zensur. UnAufgefordert, die Studentenzeitung der Humboldt-Universität, gibt es seit dem 17. November 1989 – sie bietet jungen Stimmen eine Plattform.

Auch Radiosender sind stark vertreten: Radio CORAX in Halle (Saale) sendet seit dem 1. Juli 2000 als basisdemokratisches Freies Radio. Radio Connection aus Berlin-Marzahn betreibt hingegen ein mobiles Studio und produziert wöchentliche mehrsprachige Sendungen für die Nachbarschaft.

Zu den jüngeren Projekten zählen RUMS aus Münster, das seit 2020 investigativen Journalismus mit lokalem Engagement verbindet, sowie Berndt Media Publishing, das kostenlose Kultur- und Kinomagazine im Rhein-Ruhr-Gebiet verteilt. Die nah:dran – Medien für alle der Jugendpresse Deutschland vermittelt Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz.

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Die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis startet am 8. Juni 2026 und endet am 27. Juni. Die Preisträger werden am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg bekannt gegeben – im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit.

Der Preis rückt Medienprojekte in den Fokus, die außerhalb der Mainstream-Strukturen agieren. Die Finalisten reichen von einer 58 Jahre alten Gefangenenzeitung bis zu einem von Studierenden betriebenen Radiostudio in Berlin. Die Veranstaltung im Oktober wird ihren Beitrag zu unabhängigem Journalismus und Gemeinschaftsmedien feiern.

Quelle