Opel plant drastische Produktionskürzungen in Rüsselsheim bis 2020
Esther SchülerOpel plant drastische Produktionskürzungen in Rüsselsheim bis 2020
Opel/Vauxhall plant umfangreiche Umstrukturierungen an seinem Werk in Rüsselsheim. Der Automobilhersteller, der seit 2017 zum PSA-Konzern gehört, könnte im Rahmen von Sparmaßnahmen die Produktion um die Hälfte reduzieren. Dies folgt auf die Übernahme von General Motors für 2,2 Milliarden Euro und den verstärkten Fokus auf Effizienzsteigerung.
Am Standort Rüsselsheim werden derzeit der Insignia Grand Sport, der Sports Tourer sowie der Kleinbus Zafira gefertigt. 2018 stiegen die weltweiten Verkäufe des Insignia um fast 76 Prozent auf über 71.300 Einheiten. Trotz dieses Wachstums passt Opel/Vauxhall die Produktionsvolumina an; nähere Details sollen noch in diesem Jahr bekannt gegeben werden.
Im Rahmen seines Programms "Pace!" strebt das Unternehmen bis 2020 eine operative Marge von 2 Prozent und bis 2026 von 6 Prozent an. Für 2019 sind Kostensenkungen von 7 Prozent vorgesehen, gefolgt von jährlichen Einsparungen von 5 Prozent in Produktion, Logistik und Einkauf. Zudem plant der PSA-Konzern, die Lieferkette zu straffen, die Zahl der Zulieferer zu halbieren und diese näher an die Werke zu binden.
In der ersten Jahreshälfte 2018 verzeichnete Opel/Vauxhall das beste finanzielle Ergebnis seit Jahrzehnten – ein operativer Gewinn von über 500 Millionen Euro. Bis 2024 werden alle Pkw-Modelle auf gemeinsame Plattformen des PSA-Konzerns umgestellt, was die Kosten weiter senken und die Effizienz steigern soll.
Die geplanten Kürzungen in Rüsselsheim werden sich auch auf Logistikdienstleister und Zulieferer auswirken, die mit dem Werk verbunden sind. Die Restrukturierung bei Opel folgt auf die Übernahme durch den PSA-Konzern 2017 und ist Teil der langfristigen Strategie zur Steigerung der Profitabilität. Die Änderungen spiegeln einen generellen Wandel hin zu gemeinsamen Plattformen und strengerer Kostenkontrolle im gesamten Unternehmen wider.






