21 March 2026, 04:10

Offenbachs gescheitertes Radverkehrsprojekt kostet Steuerzahler 95.000 Euro

Grüne Fahrradspur an der Seite einer Straße mit Fahrzeugen, einem Gehweg, Laternen, Bäumen, Gebäuden und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

Offenbachs gescheitertes Radverkehrsprojekt kostet Steuerzahler 95.000 Euro

Einjähriges Verkehrsprojekt in der Offenbacher Waldstraße gescheitert

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Das einjährige Verkehrsversuchsprojekt in der Waldstraße in Offenbach ist beendet. Ziel des Modells war es, Radfahrern mehr Platz einzuräumen und Busfahrten zu beschleunigen – doch der Stadtrat entschied gegen eine dauerhafte Umsetzung. Die Straße wird nun nach Kosten von rund 95.000 Euro für die Steuerzahler in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Der Versuch startete mit dem Anspruch, die Bedingungen für Radfahrer und den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Die Auswertung zeigte jedoch, dass der Radverkehrsanteil auf der Waldstraße mit maximal drei Prozent am Gesamtverkehr extrem niedrig blieb. Kritiker, darunter CDU und die Partei FREIE WAHL, argumentierten, der Test habe den Verkehrsfluss beeinträchtigt, ohne spürbare Vorteile zu bringen.

Die Entscheidung des Stadtrats stützte sich auf einen Bericht der Hochschule Darmstadt, der die Auswirkungen des Projekts analysierte. Trotz der geringen Radfahrerzahlen verteidigte der Leiter des Mobilitätsressorts das Vorhaben als Erfolg. Gegner hatten alternative Radrouten parallel zur Waldstraße vorgeschlagen, doch es fanden sich keine bestehenden Wege mit vergleichbarer Sicherheit oder regelmäßiger Nutzung.

Ohne überzeugende Alternativen beschloss der Rat, das Projekt aufzugeben. Die Waldstraße wird nun in ihre ursprüngliche Form zurückgebaut – und beendet damit ein umstrittenes Kapitel der Offenbacher Verkehrsplanung.

Mit der Abschaffung des Versuchs kehrt die Waldstraße zu ihrem Zustand vor dem Projekt zurück. Die Kosten von 95.000 Euro und die geringe Akzeptanz unter Radfahrern waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Aktuell gibt es keine konkreten Pläne für eine alternative Radinfrastruktur entlang der Strecke.

Quelle