26 March 2026, 06:12

Offenbachs "Alte Post" wird zum modernen Studentenwohnheim mit historischem Charme

Eine sepiafarbene Postkarte, die eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Strommasten, Flaggen, einer Brücke, einem rauchenden Zug auf Schienen und einem Himmel zeigt, mit handgeschriebener Schrift auf der Vorderseite.

Offenbachs "Alte Post" wird zum modernen Studentenwohnheim mit historischem Charme

Offenbachs historisches "Alte Post"-Ensemble wird zum modernen Studentenwohnheim umgestaltet

Der markante Komplex "Alte Post" in Offenbach steht vor einer grundlegenden Verwandlung: Aus dem denkmalgeschützten Postgebäude entsteht ein modernes Studentenwohnheim mit 231 Wohneinheiten. Das Land Hessen hatte das Gelände 2022 erworben und ebnete damit den Weg für das ambitionierte Projekt, das historischen Charme mit zeitgemäßem Design verbindet. Die neue Unterkunft soll Studierenden in direkter Nähe zur Hochschule und mit optimaler Anbindung an den ÖPNV ein Zuhause bieten.

Das Gebäude in der Bismarckstraße 152–158 wurde 1925 als zentrales Postverteilzentrum errichtet und prägte jahrzehntelang Offenbachs industrielle Vergangenheit – bis in die frühen 1980er-Jahre hinein wurden hier Briefe und Pakete sortiert. Doch die Wurzeln des Standorts reichen noch weiter zurück: Bereits in den 1870er-Jahren entstand mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Frankfurt–Bebra–Berlin die Idee eines Bahnpostamts, das den wachsenden Paketverkehr lokaler Unternehmen bewältigen sollte. Zeitgleich ging der neue Offenbacher Bahnhof in Betrieb, was die logistische Bedeutung des Standorts unterstrich.

Moderne Architektur trifft auf Industriekultur Herzstück der Neugestaltung ist ein fünfgeschossiger Neubau mit markanter, auskragender Fassade. Der Entwurf sieht ein zweistöckiges Sockelgeschoss vor, auf dem sich drei weitere Etagen erheben – eine harmonische Ergänzung zum denkmalgeschützten Altbau. Die 231 Studierenden erwarten dort eine Mischung aus Wohnungen, Gemeinschaftsflächen, Werkstätten und Parkplätzen. Die Lage überzeugt nicht nur durch die hervorragende Verkehrsanbindung, sondern auch durch die Nähe zum künftigen Campus der Hochschule für Gestaltung (HfG) im Hafengebiet, der derzeit ausgebaut wird.

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Den Wettbewerb um das Design gewann das Büro Scharnberger Architekten und Ingenieure. Die Entwürfe sind noch bis zum 21. Mai 2024 im Foyer des Stadthauses (Berliner Straße 60) öffentlich ausgestellt. Das Projekt reagiert damit auf den steigenden Bedarf an studentischem Wohnraum – ohne dabei den historischen Wert des Ortes zu vernachlässigen.

Verbindungsstück zwischen Vergangenheit und Zukunft Mit der Umnutzung des über hundert Jahre alten Poststandorts entsteht ein lebendiger Ort für Offenbachs akademische Gemeinschaft. Insgesamt 250 Wohneinheiten in Alt- und Neubau sollen Studierende anziehen und gleichzeitig die Verbindung zwischen dem wachsenden Hochschulstandort, dem öffentlichen Nahverkehr und dem industriellen Erbe der Stadt stärken. Ein Projekt, das Tradition und Fortschritt vereint.

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