10 May 2026, 08:09

Neuer Flughafenplan verteilt Fluglärm in Frankfurt anders – Gewinner und Verlierer

Ein Gebäude mit einer Tafel, auf der "ibis budget frankfurt airport" steht, geparkte Autos, Topfpflanzen, ein Straßenpfahl, Bäume und ein bewölkter Himmel.

Neuer Flughafenplan verteilt Fluglärm in Frankfurt anders – Gewinner und Verlierer

Ein neuer Betriebsplan für den Frankfurter Flughafen soll die Lärmbelastung auf die umliegenden Gemeinden gleichmäßiger verteilen. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat das Konzept geprüft, das Flugrouten so anpasst, dass die Belästigung in einigen Gebieten verringert, in anderen jedoch erhöht wird. Betroffen sind davon unter anderem Städte wie Nauheim und Rüsselsheim sowie Flörsheim und Eddersheim – wenn auch in unterschiedlichem Maße.

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Der überarbeitete Plan zielt darauf ab, den Lärm bis 2033 gleichmäßiger zu verteilen, wenn voraussichtlich etwa 560.000 Flugbewegungen pro Jahr erreicht werden. Die meisten Starts sollen weiterhin über die Westbahn erfolgen, doch die Abflugrouten in nordwestlicher Richtung und die Anflüge aus Süden werden je nach Verkehrsaufkommen abwechselnd genutzt.

Um die Auswirkungen abzumildern, wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket eingeführt. Dazu gehören ein erweiterter Schallschutz für Gebäude sowie zusätzliche Fördermittel für besonders betroffene Zonen. Zudem wird eine morgendliche Ruhephase durchgesetzt: Vor 6 Uhr sollen keine Abflüge in nordwestlicher Richtung mehr stattfinden.

Laut Landesbewertung entspricht die Lärmbelastung des neuen Konzepts dem bestehenden Planungsrahmen. Während Wiesbaden und Mainz kaum Veränderungen spürbar sein werden, ist in Nauheim und Rüsselsheim mit einer geringeren Lärmbelastung zu rechnen. Flörsheim und Eddersheim hingegen müssen mit höheren Beeinträchtigungen leben.

Die angepassten Flugverfahren sollen einigen Gemeinden ruhigere Phasen ermöglichen, während die Lärmbelastung in anderen Bereichen steigt. Bauliche Schallschutzmaßnahmen und finanzielle Unterstützung sollen die Folgen für die am stärksten betroffenen Gebiete abfedern. Der Plan hält sich zwar an die geltenden Lärmschutzvorschriften, verteilt die Belastungen jedoch neu auf die angrenzenden Städte.

Quelle