Neue Stromtrasse soll Windenergie von der Nordsee nach Süddeutschland bringen
Esther SchülerNeue Stromtrasse soll Windenergie von der Nordsee nach Süddeutschland bringen
Deutschlands Ausbau der erneuerbaren Energien führt zu Plänen für eine weitere große Stromtrasse
Die Bundesnetzagentur hat den Bedarf für eine neue Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) zwischen der Nordsee und Süddeutschland bestätigt. Die geplante Trasse soll von Rastede in Niedersachsen bis nach Bürstadt in Hessen verlaufen und Engpässe im Großraum Frankfurt entlasten.
Im Netzentwicklungsplan, der den Ausbau des Stromnetzes bis 2035 vorsieht, ist diese neue HGÜ-Leitung nun verankert. Die Behörde prüfte den Vorschlag und kam zu dem Schluss, dass der Ausbau bestehender Leitungen die Kapazitätsprobleme nicht lösen würde. Überlastete Korridore und der Bedarf an stärkeren Wechselstromverbindungen machten eine neue Route notwendig.
Die Leitung ist eines von vier geplanten HGÜ-Projekten, die Nord- und Süddeutschland verbinden sollen. Drei davon befinden sich bereits in fortgeschrittenen Planungsstadien, während diese neueste Ergänzung noch in der frühen Phase steckt. Ihr Hauptzweck besteht darin, Windstrom aus der Nordsee in die industriellen und bevölkerten Zentren im Süden zu transportieren.
Bevor die endgültige Genehmigung erteilt wird, können nun die Öffentlichkeit und lokale Behörden Stellungnahmen zum Plan und zur Bewertung der Bundesnetzagentur einreichen. Die Konsultationsphase gibt Gemeinden entlang der geplanten Route die Möglichkeit, Bedenken oder Unterstützung zu äußern.
Die neue HGÜ-Leitung ist Teil der umfassenden Bemühungen Deutschlands, das Stromnetz für erneuerbare Energien zu modernisieren. Bei einer Genehmigung würde sie dazu beitragen, Stromengpässe in Schlüsselregionen zu vermeiden. Die Bundesnetzagentur wird alle Eingaben berücksichtigen, bevor sie eine endgültige Entscheidung über das Projekt trifft.






