24 April 2026, 08:13

Natalie Pawlik: Vom Sibirien-Kind zur Regierungsbeauftragten für Aussiedlerfragen

Plakat mit schwarzem Rand und weißem Hintergrund mit kyrillischer Schrift in russischer Sprache, datiert 1872.

Natalie Pawlik: Vom Sibirien-Kind zur Regierungsbeauftragten für Aussiedlerfragen

Natalie Pawlik, Bundestagsabgeordnete für den Wetteraukreis in Hessen, hat ein neues Amt übernommen: Sie ist seit April dieses Jahres die Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Damit folgt sie auf Bernd Fabritius und vertritt nun Gemeinschaften, denen sie selbst einst angehörte. Ihr Weg von Sibirien nach Deutschland als Kind prägt ihre heutige Arbeit.

Pawlik kam im März 1999 aus Russland nach Deutschland und erlebte früh die Herausforderungen von Sprachbarrieren und Vorurteilen. Als junges Mädchen machte sie selbst die Schwierigkeiten der Integration durch – ein Thema, das sie heute in ihrer politischen Laufbahn aufgreift.

Sie ist Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und setzt sich für eine zweisprachige Erziehung ein, die sie als Stärke betrachtet. Ihre eigenen Wurzeln als Russlanddeutsche fließen in ihre politische Arbeit und ihre Vertretungsrolle ein.

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Mitte September reiste Pawlik als Vertreterin der Bundesregierung zum zwölften Kongress der Deutsch-Kirgisen nach Bischkek. Dort betonte sie die Bedeutung von Jugendaustausch und der Bewahrung der Geschichte deutscher Minderheiten. Zudem beschrieb sie sich als entschlossen, initiativfreudig und einfühlsam – Eigenschaften, die sie in ihr Amt einbringt.

Für Pawlik hängt gelungene Integration maßgeblich von Eigeninitiative und dem Aufbau von Netzwerken ab. Ihr Fokus liegt nun darauf, die Beziehungen zwischen Deutschland und Kirgisistan zu stärken und umgesiedelte Gemeinschaften zu unterstützen.

Pawliks Ernennung markiert einen Wandel in der Repräsentation von Russlanddeutschen und anderen Minderheiten. Ihre persönliche Geschichte und politische Erfahrung befähigen sie, Integrationsherausforderungen direkt anzugehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Einbindung junger Menschen, der Erhalt kulturellen Erbes und die Förderung des Dialogs zwischen den Nationen.

Quelle