02 April 2026, 08:12

Mehrwertsteuer-Schock 2024: Gastronomie fürchtet Preiskampf nach Ende des ermäßigten Satzes

Karte von Europa mit EU-Mehrwertsteuersätzen für 2014 in Prozent und Textlabels.

Mehrwertsteuer-Schock 2024: Gastronomie fürchtet Preiskampf nach Ende des ermäßigten Satzes

Die deutsche Bundesregierung hat bestätigt, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Speisen in Restaurants und Cafés 2024 ausläuft. Die Steuer soll dann von 7 auf 19 Prozent steigen – eine Entscheidung, die in der Gastronomiebranche auf massive Kritik stößt. Kommunale Vertreter und Verbände wehren sich nun gegen den Beschluss.

Der reduzierte Steuersatz war 2020 als Teil der Corona-Hilfsmaßnahmen eingeführt worden. Seither wurde er mehrfach verlängert, um die angeschlagene Gastronomie zu entlasten. Doch mit der Rückkehr zum Regelsteuersatz fürchten viele Betriebe nun ein schwieriges Jahr.

Der DEHOGA Hessen, der Landesverband der Gastronomie, argumentiert, dass der ermäßigte Satz die Branche stärkt. Er kritisiert, dass die höhere Besteuerung von Speisen vor Ort ungerecht sei, da Essen zum Mitnehmen und Supermarktsalate weiterhin nur mit 7 Prozent besteuert würden. Trotz intensiver Kampagnen lehnt die Bundesregierung eine dauerhafte Beibehaltung der Senkung ab.

In Rödermark schlossen sich lokale Politiker und Gastronomen dem Widerstand an. Bürgermeister Jörg Rotter und seine Stellvertreterin Andrea Schulner unterstützten öffentlich die Initiative. Rotter zeigte sich enttäuscht von der Regierungsentscheidung. Auch Unternehmer wie Hans Gensert, Steffi Gotta, Vinzenz Schrod und Andrea Billing solidarisierten sich und warnten vor finanziellen Belastungen.

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Der DEHOGA Hessen kündigte an, weiter für eine Rücknahme der Steuererhöhung zu kämpfen. Doch vorerst bleibt die Anhebung für 2024 geplant. Die Branche und kommunale Vertreter fordern weiterhin ein gerechteres Steuersystem. Der Ausgang des Streits wird die Zukunft der deutschen Gastronomie prägen.

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