19 June 2026, 14:08

Marzahner Pride Week 2023: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Hass

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahner Pride Week 2023: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Hass

Marzahner Pride Week findet zum siebten Mal statt

Die diesjährige Veranstaltung umfasst einen Umzug und ein Stadtteilfest unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“. Trotz fehlender akuter rechtsextremer Bedrohungen im Jahr 2023 bleiben Organisator:innen und lokale Verantwortliche wachsam.

Der Umzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Um 14:30 Uhr folgt ein queeres Nachbarschaftsfest. Ausrichter ist Quarteera e.V., eine Organisation, die LGBTQ+-Communities aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt.

2022 hatte die rechtsextreme Gruppe Deutsche Jugend Voran die Marzahner Pride mit Drohungen ins Visier genommen. Vanessa Krah, Queer-Beauftragte des Bezirks, warnt davor, die Gefahr zu unterschätzen. Sie verweist auf kurzfristige Einschüchterungsversuche und eine Zunahme rechtsextremer Propaganda im Stadtteil.

Laut dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle gibt es in Marzahn vermehrt rechtsextreme Aktivitäten. Der Bezirk mit seinem hohen Migrant:innenanteil ist besonders von Angriffe auf marginalisierte Gruppen betroffen. Bundesweit sahen sich 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen mit rechtsextremer Gegenwehr konfrontiert.

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Bisher gibt es für 2023 keine konkreten Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen gegen die Marzahner Pride. Dennoch beobachten Organisator:innen und Behörden die Lage genau. Die Veranstaltung findet unter erhöhter Aufmerksamkeit für vergangene Bedrohungen und aktuelle Spannungen statt.

Quelle