03 April 2026, 00:48

Marburg revolutioniert digitale Verwaltung mit eGovSAD und GoDonu – ohne Datenschutzrisiko

Ein Blatt Papier mit einer von Hand gezeichneten Karte einer Stadt mit vielen Menschen und begleitendem Text.

Marburg revolutioniert digitale Verwaltung mit eGovSAD und GoDonu – ohne Datenschutzrisiko

Digitale Dienstleistungen in Deutschland werden dank zweier neuer Werkzeuge effizienter und nutzerfreundlicher. Die Stadt Marburg geht mit den Systemen eGovSAD und GoDonu voran – Plattformen, die Kommunen dabei helfen, ihre Online-Angebote zu analysieren und zu optimieren. Beide Lösungen speichern keine personenbezogenen Daten und schützen so die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger, während sie gleichzeitig die Qualität öffentlicher Dienstleistungen steigern.

Das eGovSAD-System, das Marburg gemeinsam mit Partnern entwickelt hat, wird mittlerweile in über 100 Städten und Landkreisen eingesetzt. Es ermöglicht Behörden, nachzuvollziehen, wie Bürger digitale Services nutzen, typische Hürden zu erkennen und Feedback zu sammeln. Das Hessische Ministerium für digitale Strategie und Entwicklung förderte das Projekt mit rund 1,8 Millionen Euro aus dem Programm "Starkes Heimatland Hessen".

Aufbauend auf eGovSAD erweitert GoDonu die Funktionalitäten um öffentliche Daten-Dashboards und eine direkte Rückmeldefunktion für Bürger. Marburg hat das Tool bereits genutzt, um Abläufe zu vereinfachen – etwa bei der Beantragung von Geburtsurunden, der Terminbuchung oder der Bewilligung von Fördermitteln. Über das städtische Portal unter www.ourwebsite/digital stehen den Einwohnern mittlerweile mehr als 100 digitale Services zur Verfügung.

Auch über Hessen hinaus setzen immer mehr Bundesländer auf eGovSAD – wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie Großstädte wie München und Stuttgart haben das System eingeführt, allerdings mit variierenden Ansätzen. Während Hessen vollständig digitale Bürgerportale für Genehmigungen und Anmeldungen anbietet, konzentriert sich Bayern auf die Digitalisierung von Steuerdienstleistungen, NRW hingegen auf Sozialleistungen. Auch der Integrationsgrad unterscheidet sich: Manche Regionen setzen auf einheitlichere Lösungen als andere.

Marburg arbeitet weiterhin mit Partnerkommunen daran, die Tools zu verfeinern. Besonders die kooperativen Funktionen von GoDonu ermöglichen es Behörden, Nutzungsdaten zu vergleichen und Best Practices auszutauschen, um die Services kontinuierlich zu verbessern.

Die Ausweitung von eGovSAD und GoDonu markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer schlankeren digitalen Verwaltung. Bürger profitieren von einem einfacheren Zugang zu Leistungen, während Behörden wertvolle Erkenntnisse gewinnen – ohne die Privatsphäre zu gefährden. Mit weiterer Entwicklung und breiterer Einführung könnten diese Instrumente zum neuen Standard für Effizienz im öffentlichen Sektor in ganz Deutschland werden.

AKTUALISIERUNG

Germany's Digital Governance: The OZG Framework Behind Marburg's Tools

The national legal foundation for Marburg's digital innovations lies in the 2017 Onlinezugangsgesetz (OZG). This law mandated that federal and state governments digitise all administrative services by 2022, creating a unified portal network. Key developments include:

  • 6,000+ services clustered into 575 digital bundles to streamline implementation.
  • A portal network enabling citizens to access services across federal, state, and municipal levels.
  • Standardised user accounts allowing seamless access to digital services nationwide.