17 June 2026, 19:21

Manipulierte Zähler und Cannabis-Plantage: 82.000 Euro Strafe für Energiebetrug

Marihuana-Anbau

Manipulierte Zähler und Cannabis-Plantage: 82.000 Euro Strafe für Energiebetrug

Ein Angeklagter wurde zur Zahlung von Schadensersatz sowie einer Vertragsstrafe verurteilt, nachdem er Strom- und Gaszähler in einem Mietobjekt manipuliert hatte. Der Fall, der vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verhandelt wurde, betraf eine Cannabis-Plantage, die über zwei Jahre hinweg enorme Mengen unregistrierten Energieverbrauchs verursachte.

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Der Angeklagte hatte im Sommer 2019 ein Haus ausschließlich für den Betrieb einer Cannabis-Zuchtanlage angemietet. Um seinen Energieverbrauch zu verschleiern, umging und manipulierte er gezielt die Zähleranlagen. Der Kläger, der bis Sommer 2021 Strom und Gas lieferte, schätzte den nicht erfassten Verbrauch auf etwa 320.000 Kilowattstunden über zwei Jahre.

Der Angeklagte räumte ein, rund 12.000 Euro für seinen Stromverbrauch schuldig zu sein. Das Gericht entschied jedoch, dass er zusätzlich eine Vertragsstrafe von über 82.000 Euro für die Zählermanipulation zahlen muss. Seine Anlage verfügte über Geräte mit einer Gesamtleistung von 28.900 Watt.

In einem separaten Strafverfahren wurde der Angeklagte wegen Cannabisanbaus zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Das Gericht bestätigte, dass dem Kläger ein Anspruch auf Schadensersatz für den nicht erfassten Verbrauch zusteht.

Der Angeklagte muss nun sowohl den Schadensersatz für die entwendete Energie als auch die Vertragsstrafe begleichen. Das Urteil unterstreicht die rechtlichen Konsequenzen von Zählermanipulationen und die finanziellen Belastungen, die daraus resultieren. Die Haftstrafe wegen Cannabisanbaus bleibt bestehen.

Quelle