Luxus-Restaurant im Wiesbadener Parkcafé scheitert an explodierenden Sanierungskosten
Carmine WeißLuxus-Restaurant im Wiesbadener Parkcafé scheitert an explodierenden Sanierungskosten
Pläne für ein hochpreisiges Moriki-Restaurant im historischen Parkcafé Wiesbaden gescheitert
Die Pläne, im denkmalgeschützten Parkcafé-Gebäude in Wiesbaden ein exklusives Moriki-Restaurant zu eröffnen, sind vom Tisch. Wie die städtische Wohnungsbaugesellschaft WiBau bestätigte, sei das Vorhaben aufgrund explodierender Kosten nicht mehr wirtschaftlich tragbar. Die anfängliche Euphorie wich Ernüchterung, als sich die Ausgaben während der Planungsphase dramatisch erhöhten.
Ursprünglich hatte die WiBau geprüft, das Parkcafé in der Wilhelmstraße 36 in ein Moriki-Lokal umzuwandeln. Erste Schätzungen beliefen sich auf rund 2,7 Millionen Euro für die Sanierung. Doch im Laufe der detaillierten Planung stieg die Summe auf etwa 4,4 Millionen Euro an.
Verantwortlich für den starken Kostenanstieg waren unerwartete technische, statische und denkmalschutzrechtliche Auflagen. Christoph Golla, Geschäftsführer der WiBau, räumte ein, das Projekt habe zunächst vielversprechend gewirkt, sei letztlich aber nicht umsetzbar gewesen. Angesichts der unkalkulierbaren Mehrkosten blieb dem Unternehmen keine andere Wahl, als die Pläne zu begraben.
Nun sucht die WiBau nach günstigeren Gastronomiekonzepten, die mit weniger baulichen Eingriffen auskommen. Konkrete Pläne für die Zukunft des Gebäudes gibt es vonseiten der Stadt jedoch noch nicht. Seit 2023 werden in öffentlichen Diskussionen Alternativen wie ein Kulturzentrum, ein Café mit Veranstaltungsräumen oder sogar ein Museum unter Trägerschaft der städtischen Archäologieabteilung erwogen.
Die Absage des Restaurant-Projekts lässt die Zukunft des Parkcafés vorerst offen. Die WiBau wird weiter nach kostengünstigeren Nutzungsmöglichkeiten für das Objekt suchen. Jeder neue Vorschlag muss dabei sowohl wirtschaftliche Machbarkeit als auch den Denkmalschutz in Einklang bringen.






