12 March 2026, 22:12

Linksextremisten greifen Kasseler Kirche wegen Abtreibungsposition an

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Linksextremisten greifen Kasseler Kirche wegen Abtreibungsposition an

Eine linksextremistische Gruppe hat die Freie Evangelische Gemeinde in Kassel-Ost ins Visier genommen und ihr Gebäude wegen ihrer lebensbejahenden Haltung angegriffen. Bei dem Vorfall am 1. März wurde Teer gegen die Glasfassade geschleudert. Die Behörden bestätigten, dass das Motiv in der Ablehnung der kirchlichen Position zu Abtreibungen lag.

Die Gemeinde war in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von Feindseligkeiten, darunter Vandalismus und Blockaden. Der jüngste Angriff reiht sich in eine Serie eskalierender Spannungen um das Thema in der Region ein.

Der Übergriff ereignete sich in der Nacht zum 1. März, doch Details wurden erst später bekannt. Die Angreifer warfen Teer gegen die Außenfassade der Kirche und verursachten sichtbare Schäden. Eine Erklärung, die der Gruppe zugeschrieben wird, bekannte sich zu der Tat und nannte explizit die abtreibungskritische Haltung der Gemeinde als Grund.

Es war nicht das erste Mal, dass das Gebäude angegriffen wurde. Im November 2025 waren Scheiben eingeworfen und abtreibungsbefürwortende Parolen an die Wände gesprüht worden. Die Gemeinde sah sich auch bei Veranstaltungen mit Blockaden konfrontiert, etwa beim "Forum für das Recht auf Leben" am 7. März. An jenem Tag versammelten sich rund 70 Gegenprotestierende vor dem Gebäude, die mit Transparenten für reproduktive Rechte warben und die Position der Kirche kritisierten.

Der jüngste Angriff beschränkte sich nicht auf die Kirche. Auch die lokale Nichtregierungsorganisation ProFemina, die Schwangerschaftsberatungen anbietet, war betroffen. Bei beiden Vorfällen gab es keine Verletzten, jedoch wurden Sachschäden bestätigt.

Die örtlichen Behörden haben bisher keine Festnahmen bekannt gegeben. Die Gemeinde äußerte sich nicht zu Sicherheitsvorkehrungen, hatte jedoch bereits früher Besorgnis über die zunehmende Feindseligkeit geäußert.

Der Angriff ist Teil einer Reihe von Vorfällen gegen lebensschützende Gruppen in Kassel. Sowohl die Gemeinde als auch ProFemina wurden wegen ihrer Haltung zu Abtreibungen gezielt angegriffen. Die Polizei ermittelt weiter, doch zu möglichen Verdächtigen oder weiteren Drohungen wurden keine Details veröffentlicht.

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