13 April 2026, 02:10

Langen erhöht Spielautomatensteuer: Kampf gegen Spielsucht oder Einnahmequelle?

Ein Mann spielt an einem Automaten mit der Aufschrift "Jackpot", umgeben von einer Tafel mit Text und Fruchtbildern, die auf ein Online-Casinospiel hindeutet.

Langen erhöht Spielautomatensteuer: Kampf gegen Spielsucht oder Einnahmequelle?

Langen plant Steuern auf Spielautomaten in Kneipen und Bars zu erhöhen

Die Stadtverwaltung Langen will die Abgabe auf Spielautomaten in Gaststätten ab dem 1. Juli auf 22 Prozent anheben. Für 2026 ist eine weitere Erhöhung vorgesehen. Wie die Behörden betonen, diene der Schritt vor allem der Bekämpfung von Spielsucht und nicht der Einnahmensteigerung für den Stadthaushalt.

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Die Zahl der Automaten in Langen stieg zwischen 2015 und 2019 um etwa 25 Prozent an. Seitdem pendelt sie sich bei 76 Geräten ein. Gleichzeitig verdoppelte sich der Bruttospielertrag – also der Umsatz abzüglich der Spielergewinne – von 2019 bis 2022 fast: von 731.000 Euro auf 1,35 Millionen Euro.

Die Steuer auf die Automaten wird auf Basis des Bruttospielertrags berechnet. Der aktuelle Steuersatz liegt bei 20 Prozent, nachdem er bereits 2015 von 15 auf 17 Prozent (2017) angehoben worden war.

Bei gleichbleibendem Spielaufkommen könnte die Erhöhung im Juli in diesem Jahr zusätzliche 25.000 Euro einbringen. Bis 2025 könnten die jährlichen Steuereinnahmen auf etwa 450.000 Euro steigen – gegenüber derzeit 400.000 Euro. Der Finanzausschuss wird den Vorschlag am 15. Februar beraten, die endgültige Entscheidung fällt im Stadtrat am 29. Februar.

Sollte der Plan beschlossen werden, tritt die Steuererhöhung am 1. Juli in Kraft. Die Stadt rechnet zwar mit höheren Einnahmen, betont aber, dass das Hauptziel die Reduzierung von Spielschäden sei. Die Abstimmung im Rat steht noch in diesem Monat an.

Quelle