14 March 2026, 18:15

Krisenstab Offenbach übt nach Pandemie-Pause den Ernstfall mit Stromblackout-Szenario

Eine Gruppe von Menschen in gelben Westen und Helmen, einige mit Mützen, steht zusammen auf einer Straße umgeben von Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Krisenstab Offenbach übt nach Pandemie-Pause den Ernstfall mit Stromblackout-Szenario

Krisenstab des Landkreises Offenbach nimmt nach dreijähriger Pandemiepause Präsenzübungen wieder auf

Nach einer dreijährigen Unterbrechung durch die Corona-Pandemie hat der Krisenstab des Landkreises Offenbach seine Präsenzübungen wiederaufgenommen. Im Mittelpunkt der jüngsten Manöver stand die Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls. Gleichzeitig waren die Übungen die erste echte Bewährungsprobe für das neu formierte Team.

Im Oktober und November führte der Stab drei groß angelegte Übungen durch, die einen lang anhaltenden Stromblackout in nahezu allen thirteen Gemeinden des Landkreises simulierten. Das Szenario spitzte sich zu, als Straßen überflutet wurden, Panik um sich griff und Evakuierungen – insbesondere in Pflegeheimen – notwendig wurden.

An der abschließenden Übung nahmen rund 40 Mitglieder des Krisenstabs und der Kreisverwaltung teil, unterstützt von 45 Soldaten der Bundeswehr und sechs Ehrenamtlichen der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Manöver wurden in Zusammenarbeit mit den Streitkräften konzipiert, um die Koordinationsfähigkeiten an ihre Grenzen zu bringen.

Landrat Oliver Quilling und Brigadegeneral Bernd Stöckmann verfolgten die finale Übung in Dietzenbach. Sie beobachteten, wie das Team die Krise bewältigte – von der Kommunikation bis zur Logistik. Die Teilnehmer zeigten eine starke Teamleistung, erreichten alle Trainingsziele und bewiesen, dass die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Kräften reibungslos funktioniert.

Die Übungen gaben einen klaren Einblick in die Stärken des Teams sowie in Bereiche, die noch Verbesserungspotenzial bieten. Nach Jahren der virtuellen Planung war dies die erste Gelegenheit, unter realen Bedingungen zusammenzuarbeiten.

Die Manöver bestätigten die Einsatzbereitschaft des Krisenstabs für großflächige Notlagen. Besonders hervorzuheben ist die effektive Abstimmung zwischen lokalen Behörden, Militär und freiwilligen Helfern. Künftige Trainings werden sich gezielt auf die Optimierung der identifizierten Schwachstellen konzentrieren.

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