26 April 2026, 00:21

Kreuzberger Bündnis kämpft gegen rechtsextremes Portal Nius und dessen Hasskampagnen

Schwarze und weiße Zeichnung einer Menge, die zwischen Gebäuden eine Straße entlanggeht, mit Text oben und unten: "Die Unionistendemonstration, wie sie vom Western Mail Office aus zu sehen ist."

Kreuzberger Bündnis kämpft gegen rechtsextremes Portal Nius und dessen Hasskampagnen

Neues Bündnis gegen rechtsextremes Portal "Nius" in Berlins Kreuzberg gestartet

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In Berlins Kreuzberger Bezirk hat sich ein neues Protestbündnis gegen das rechtsextreme Online-Medium Nius formiert. Rund 250 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil, die trotz vorheriger Spannungen ohne Störungen verlief. Kritiker bezeichnen Nius als "digitale Pranger", das rassistische Klischees verbreitet und gezielt Geflüchtete, Aktivist:innen sowie demokratische Gruppen angreift.

Die Kundgebung in der Nähe des Dragonerareal-Geländes brachte antifaschistische Aktivist:innen zusammen, die über Strategien gegen Nius diskutierten. Redner:innen warfen der Plattform vor, rechtsextreme Diskurse zu schüren und die öffentliche Debatte bewusst nach rechts zu verschieben. Unter der Leitung von Chefredakteur Julian Reichelt hat sich Nius einen Namen mit gezielten Hetzkampagnen gemacht, die Wellen von Hassnachrichten – darunter Vergewaltigungs- und Todesdrohungen sowie üble Beleidigungen – gegen die Betroffenen auslösen.

Eines der Opfer ist Guido Arnold vom technikkritischen Kollektiv capulcu, dessen Foto Nius ohne Belege veröffentlichte und dessen Wohnung von dem Portal ausspioniert wurde. Trotz einer kleinen Leserschaft und eines Verlusts von 13 Millionen Euro im Jahr 2023 wird Nius weiterhin vom Multimillionär Frank Gotthardt finanziert, der enge Verbindungen zur CDU-Spitze unterhält.

Nius hatte die Protestveranstaltung im Vorfeld aggressiv beworben und die Initiative "Nein zu Nius" als "linksextrem" und steuerfinanziert darzustellen versucht. Die Teilnehmenden hingegen konzentrierten sich auf Solidarität, die Mobilisierung gegen rechtsextreme Medien und die Unterstützung linker Projekte. Zudem wurde eine Demonstration vor den Nius-Büros in der Ritterstraße angekündigt.

Das Bündnis will dem Einfluss von Nius mit organisiertem Widerstand und öffentlicher Aufklärung begegnen. Obwohl das Portal wirtschaftlich angeschlagen ist, sichern seine Geldgeber seine fortgesetzte Präsenz in der rechtsextremen Medienlandschaft. Die Veranstaltung markierte den Auftakt einer breiteren Kampagne, die seine Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs infrage stellt.

Quelle