Kreis Offenbach wächst weiter – 2.320 neue Einwohner in einem Jahr
Der Kreis Offenbach verzeichnet stetiges Bevölkerungswachstum
Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl im Kreis Offenbach kontinuierlich gestiegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 lebten dort 364.457 Menschen – 2.320 mehr als noch Ende 2022. Das anhaltende Wachstum spiegelt übergeordnete Trends wider, darunter steigende Zuwanderung und eine sich wandelnde demografische Struktur.
Die Entwicklung hält bereits seit mehreren Jahren an. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind über 10.000 Menschen in den Kreis gezogen. Im letzten Quartal 2023 kamen rund 930 Neubürger hinzu, sodass die Einwohnerzahl von 363.526 im September auf 364.457 zum Jahresende stieg.
Mit 46.683 Einwohnern bleibt Rodgau die größte Stadt des Kreises, gefolgt von Dreieich mit 42.389 und Langen mit 40.009 Bewohnern. Neu-Isenburg belegt mit 39.420 Einwohnern den vierten Platz.
Die Bevölkerungsdichte im Kreis liegt nun bei durchschnittlich 1.023 Einwohnern pro Quadratkilometer. Zwischen 2021 und 2025 sank das Medianalter von 42,3 auf 41,1 Jahre – vor allem aufgrund der Nettozuwanderung. Gleichzeitig stieg der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund von 38 auf 44 Prozent.
Besonders ausgeprägt waren die Veränderungen in Rodgau: Hier verringerte sich das Medianalter um 1,8 Jahre, während der Migrationsanteil um 8 Prozentpunkte zunahm. Auch Obertshausen verzeichnete einen deutlichen Anstieg um 7 Prozent, getrieben vor allem von jungen Familien. Kleinere Gemeinden wie Limeshain zeigten dagegen kaum demografische Veränderungen.
Der Kreis Offenbach zieht weiterhin neue Bewohner an, wobei die Zuwanderung eine zentrale Rolle für das Wachstum spielt. Das sinkende Medianalter und die zunehmende Vielfalt deuten auf einen strukturellen Wandel der Bevölkerung hin. Diese Entwicklungen werden voraussichtlich die lokale Planung und die Angebote öffentlicher Dienstleistungen in den kommenden Jahren prägen.






