20 June 2026, 14:07

Kinder- und Jugendrechte in Gefahr: VKJH droht die Schließung wegen Finanznot

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Kinder- und Jugendrechte in Gefahr: VKJH droht die Schließung wegen Finanznot

Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht wegen finanzieller Instabilität vor einer möglichen Schließung. Seine 2017 eingerichtete OHA!-Anlaufstelle für Kinder- und Jugendrechte könnte von der Stadt aufgelöst werden. Derzeit fehlen der Organisation die Mittel, um grundlegende Verwaltungskosten zu decken.

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Der VKJH warnt, dass ohne eine Lösung bis Ende Juni seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte auf die örtlichen Bezirke übergehen könnten. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, benötigt die Gruppe jährlich zusätzliche 120.000 Euro, um eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle zu finanzieren.

Die Bildungsbehörde der Stadt plant, den Jugendombudsdienst mit einem neuen Angebot für Kitas zusammenzulegen. Dafür wäre eine erneute Ausschreibung erforderlich. Die Behörde hat die Schwierigkeiten des VKJH anerkannt, betont jedoch, dass die Entscheidung zur Neuausschreibung bereits endgültig sei.

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und äußert erhebliche Bedenken gegen die erneute Vergabe. Es argumentiert, dass eine neue Ausschreibung rechtlich nicht notwendig sei und das bestehende Büro seinen Aufgabenbereich einfach auf Kitas ausweiten könnte. Die OHA-Stelle bearbeitet derzeit etwa 300 Beratungsfälle pro Jahr und hat sich öffentlich zu zentralen Fragen des Jugendwohls geäußert.

Die Zukunft des VKJH bleibt ungewiss. Sollte keine Finanzierung gesichert werden, werden seine Dienstleistungen voraussichtlich von den Bezirken übernommen. Die Bildungsbehörde hat ihre Entscheidung nicht revidiert, sodass die Organisation in einer prekären Lage verbleibt.

Quelle