17 June 2026, 16:26

Karin Bergmann wird erste künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele

Salzburger Positionierungen

Karin Bergmann wird erste künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele

Karin Bergmann ist zur neuen künstlerischen Leiterin der Salzburger Festspiele ernannt worden. Ihre Berufung markiert einen historischen Moment, da sie als erste Frau die Leitung des renommierten Festivals übernimmt. Dass die Position für sie überhaupt in Frage kommen könnte, war ihr zunächst nicht bewusst.

Bergmann plant, das musikalische Programm von Markus Hinterhäuser beizubehalten. Zudem will sie den Theaterbereich der Festspiele ausbauen, um künstlerische Kontinuität zu gewährleisten. Trotz seiner früheren Äußerungen, sie sei eine enge Freundin, beschreibt sie ihr Verhältnis zu Hinterhäuser als rein beruflich.

Hinterhäuser hatte sein Amt Ende März nach einer Phase der Konflikte verlassen. Bergmann kritisiert die mangelnde Transparenz bei seinem Abgang. Eine klarere Aufklärung wäre ihrer Meinung nach der aktuellen Unsicherheit vorzuziehen gewesen.

Festivalpräsidentin Kristina Hammer wird mit der Tradition brechen und bei der offiziellen Eröffnung am 26. Juli keine Rede halten. Ihre aktuelle Amtszeit endet 2026, und die Position wurde neu ausgeschrieben. Insgesamt 27 Bewerberinnen und Bewerber – darunter auch Hammer selbst – haben sich auf die Stelle beworben.

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Bergmann setzt sich für eine stärkere Vertretung von Theaterregisseuren im Kuratorium ein. Zwar befürwortet sie Frauenquoten, bestehe aber darauf, dass die nächste Leitungsperson nach Qualifikation ausgewählt werden solle.

Mit dem Ziel, Stabilität zu wahren und gleichzeitig Veränderungen einzuleiten, übernimmt Bergmann nun die Verantwortung. Die Führungsebene der Festspiele bleibt im Umbruch, während Hammers künftige Rolle noch ungewiss ist. Die nächsten Schritte werden die Ausrichtung des Festivals in den kommenden Jahren prägen.

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