Jugendkonferenz in Frankfurt fordert mehr digitale Kompetenzen und Mitsprache
Tilly HörleJugendkonferenz in Frankfurt fordert mehr digitale Kompetenzen und Mitsprache
Vertreterinnen und Vertreter der Länder, die für Jugend- und Sozialfragen zuständig sind, trafen sich diese Woche in Frankfurt am Main zu einer zweitägigen Konferenz. Das Treffen, das am Donnerstag und Freitag stattfand, brachte Verantwortliche aus allen Bundesländern zusammen, um über zentrale Herausforderungen zu diskutieren, vor denen junge Menschen im digitalen Zeitalter stehen.
Die Konferenz wurde von Hessens Ministerin für Jugend und Soziales, Heike Hofmann, geleitet. Sie betonte, wie wichtig es sei, junge Menschen in Entscheidungen über die Regulierung sozialer Medien einzubinden, und forderte mehr Investitionen in die Sprachbildung. Auch die Bundesfamilienministerin, Karin Prien, nahm teil und unterstrich die gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern, zuverlässige und hochwertige Angebote für Jugendliche bereitzustellen.
Die Teilnehmer verabschiedeten eine Leitresolution mit dem Titel „Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt: Kompetenzen für eine digitale Welt – Kompetenzen für Demokratie und Zukunft“. Das Dokument konzentriert sich auf die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit sozialen Medien und die Verbesserung der digitalen Kompetenz. Katharina Günther-Wünsch, Berlins Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, unterstützte dies mit der Aussage, dass Medienkompetenz und demokratische Bildung essenziell seien für gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.
Themen der Diskussionen waren zudem das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung sowie Forderungen nach mehr Mitteln für die Kinder- und Jugendhilfe. Diana Stolz, Hessens Ministerin für Familie, setzte sich für sichere digitale Umgebungen und stärkere digitale Fähigkeiten bei Eltern und Kindern ein. Christine Streichert-Clivot, Saarlands Ministerin für Bildung und Kultur, argumentierte, dass junge Menschen ernst genommen werden müssten – mit echtem Schutz, sinnvoller Beteiligung und verlässlicher Bildung in digitalen Räumen.
Schon vor der Konferenz hatten Jugendliche selbst eine stärkere Mitgestaltung bei politischen Entscheidungen gefordert, die sie direkt betreffen.
Die Veranstaltung endete mit einem klaren Fokus auf die Verbesserung digitaler Kompetenzen und die Schaffung sicherer Online-Räume für junge Menschen. Die verabschiedete Resolution sieht Schritte für bessere Medienbildung, demokratisches Engagement und höhere Investitionen in Jugendangebote vor. Nun steht die Aufgabe an, diese Zusagen in allen Bundesländern in konkrete Maßnahmen umzusetzen.






