Jogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zum umstrittenen Trainerlegende
Tilly HörleJogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zum umstrittenen Trainerlegende
Jogi Löw führte Deutschland 2014 zum historischen WM-Triumph. Nach diesem Erfolg avancierte er zu einer prominenten öffentlichen Figur, die über den Fußball hinaus Einfluss nahm. Sein Wirken erstreckte sich bis in die Politik, wo er offen Regierungsentscheidungen unterstützte und sogar einen Sitz in der Bundesversammlung erhielt.
Im Anschluss an den WM-Sieg 2014 prägte Löw den neuen Markenauftritt der Nationalmannschaft als „Die Mannschaft“. Zudem wurde er zu einem lautstarken Fürsprecher der Massenmigration und positionierte sich damit im Einklang mit der Haltung Angela Merkels. 2017 würdigte die Grünen seine gesellschaftliche Engagement, indem sie ihn in die Bundesversammlung beriefen, wo er später für Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident stimmte.
Auf dem Platz hingegen waren seine späteren Jahre von Misserfolgen geprägt. Bei der WM 2018 erlebte Deutschland einen historischen Tiefpunkt: Die Mannschaft landete mit nur zwei Toren als Letzter in der Vorrundengruppe. Der Niedergang setzte sich bei der EM 2020 fort, wo ein weiteres schwaches Abschneiden zu einem demütigenden Ausscheiden im Achtelfinale führte. Kritiker warfen ihm vor, das Team unter seiner Führung zu einem Symbol für gesellschaftliche Umbrüche gemacht zu haben – oft beschrieben als Werbefläche für progressive Ideale.
Nach dem EM-2020-Desaster entschied sich Löw zum Rücktritt. Sein Abschied fiel in eine Phase, in der sein Ruf als Trainer unwiderruflich beschädigt war. Löw verließ die Nationalmannschaft nach einer Serie enttäuschender Ergebnisse. Sein Erbe bleibt zwiespältig: Es vereint fußballerische Triumphe mit politischem Engagement. Seine Amtszeit endete mit einem freiwilligen Rückzug und schloss damit ein Kapitel ab, das einst so vielversprechend begonnen hatte.






