ILA Berlin 2024 zieht 110.000 Besucher mit Innovation und Kontroversen an
Carmine WeißILA Berlin 2024 zieht 110.000 Besucher mit Innovation und Kontroversen an
Die Berliner Luftfahrtschau (ILA Berlin) endet mit rund 110.000 Besuchern
In diesem Jahr ging die Berliner Luftfahrtschau (ILA Berlin) mit etwa 110.000 Gästen zu Ende. Bundeskanzler Friedrich Merz nahm an der Eröffnungsteil und läutete damit eine Veranstaltung ein, die von Innovation und branchenspezifischen Diskussionen geprägt war.
Die ILA Berlin blickt auf eine lange Tradition zurück: 1909 in Frankfurt am Main gestartet, findet sie seit 1992 am Flughafen Berlin Brandenburg statt – mit einer kurzen Unterbrechung in Hannover. Die diesjährige Ausgabe zählte 765 Aussteller aus 37 Ländern, ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den 95.000 Besuchern im Jahr 2021.
Im Mittelpunkt der Messe standen die neuesten Entwicklungen in der Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungstechnik. Fachpodien und Flugvorführungen militärischer und ziviler Maschinen rundeten das Programm ab. Marie-Christine von Hahn, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), betonte die Bedeutung der Luft- und Raumfahrt als Schlüsselsektor und strategische Infrastruktur.
Am 10. Juni blockierten pro-palästinensische Aktivisten den Zugang zum Messegelände, woraufhin die Polizei einschreiten musste. Zudem kündigten acht Rüstungsunternehmen nach dem Scheitern des FCAS-Projekts an, gemeinsam ein neues Kampfflugzeug entwickeln zu wollen.
Die Veranstaltung zog große Aufmerksamkeit auf sich – sowohl durch technologische Highlights als auch durch branchenrelevante Debatten. Über 110.000 Besucher informierten sich über die neuesten Innovationen, während die Organisatoren ein wachsendes Interesse an der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigungsindustrie verzeichneten. Die ILA Berlin festigte damit Berlins Rolle als globaler Dreh- und Angelpunkt für die Luftfahrtentwicklung.






