21 March 2026, 16:16

Hessens Öffentlicher Dienst streikt für 7 Prozent mehr Lohn und faire Arbeitsbedingungen

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, das "Kinderaert ist eine nationale Gefahr - Sollen wir der Industrie die Nation ketten lassen" neben einer Illustration von verschiedenen Menschen, die zusammen in Solidarität stehen.

DGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionsaktion der Beamten - Hessens Öffentlicher Dienst streikt für 7 Prozent mehr Lohn und faire Arbeitsbedingungen

Rund 1.500 Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst in Hessen sind auf die Straße gegangen, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Mit Protesten in Frankfurt und einer Fotoaktion des DGB Nordhessen haben sie ihren jüngsten Vorstoß für Lohnerhöhungen unterstrichen. Die Gewerkschaften verlangen nun eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent – oder mindestens 300 Euro mehr im Monat – für die 58.000 Beschäftigten des Landes.

Die Demonstrationen folgen einem Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel aus dem Jahr 2021. Damals stellte das Gericht fest, dass die Besoldung im hessischen öffentlichen Dienst teilweise zu niedrig sei und gegen das Grundgesetz verstoße. Zwar sind die Durchschnittseinkommen im Land seitdem gestiegen, doch die Gewerkschaften halten die Anpassungen für unzureichend.

Laut Daten der Plattform Kununu stieg das durchschnittliche Gehalt in Hessen von 54.322 Euro im Jahr 2024 auf 55.064 Euro im Jahr 2025 – ein Plus von 1,4 Prozent. Zwar liegt das Land damit noch vor anderen Bundesländern wie Hamburg (2,7 Prozent Wachstum) und Baden-Württemberg (2,6 Prozent), doch betonen die Gewerkschaften, dass die Nominallöhne bundesweit 2024 um 5,4 Prozent und 2025 um 4,2 Prozent stiegen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, fordert das Land auf, endlich konkrete Schritte einzuleiten. Er besteht darauf, dass jede Lohnvereinbarung für Landesbedienstete sofort und gleichberechtigt auch für Beamte gelten müsse. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. März angesetzt; die Gewerkschaften bleiben bei ihren Forderungen unnachgiebig.

Die Proteste zeigen die anhaltenden Spannungen um die Bezahlung im öffentlichen Dienst Hessens. Wenn die Gespräche später in diesem Monat wiederaufgenommen werden, wird sich entscheiden, ob die Forderungen der Beschäftigten nach höheren Löhnen erfüllt werden. Die Reaktion des Landes könnte zudem richtungsweisend für ähnliche Konflikte in ganz Deutschland sein.

Quelle