Hessen plant 280 Kilometer Wasserstoffnetz für Schlüsselindustrien bis 2035
Hilma PergandeHessen plant 280 Kilometer Wasserstoffnetz für Schlüsselindustrien bis 2035
Eine neue Studie skizziert Pläne für ein Wasserstoff-Verteilnetz in Nord- und Mittelhessen. Das Vorhaben soll den wachsenden Bedarf wichtiger Industrien bis 2032 decken. Sechs Branchen – Glas, Chemie, Stahl, Zement, Papier und Raffinerien – werden in der ersten Phase voraussichtlich jährlich bis zu neun Terawattstunden grünen Wasserstoff benötigen.
Das geplante Netz soll etwa 280 Kilometer umfassen, wobei die Baukosten auf 245 bis 300 Millionen Euro geschätzt werden. Neue Pipelines werden pro Meter 1.000 bis 1.200 Euro kosten, während umgerüstete Gasleitungen, die etwa 25 Prozent des Netzes ausmachen, mit 500 bis 600 Euro pro Meter zu Buche schlagen.
Der Ausbau ist zwischen 2032 und 2035 vorgesehen und stimmt mit den bundesweiten Plänen für eine Wasserstoffinfrastruktur überein. Hessen wird bis 2032 über drei Hauptpipelines an das nationale Wasserstoff-Rückgrat angebunden. Die Studie empfiehlt zudem, die Wasserstoffverfügbarkeit in die kommunale Wärmeplanung zu integrieren.
Um die Bedarfsprognosen zu präzisieren, wird die Landesenergieagentur Hessen Stakeholder-Veranstaltungen durchführen. Diese Gespräche sollen helfen, die Prognosen anzupassen und sicherzustellen, dass das Netz die industriellen Anforderungen effizient erfüllt.
Das Netz wird sechs Schlüsselsektoren beim Umstieg auf grünen Wasserstoff unterstützen. Mit Baubeginn in den frühen 2030er-Jahren markiert das Projekt einen wichtigen Schritt in der hessischen Energiestrategie. Die Gesamtinvestitionen hängen von den endgültigen Routenentscheidungen und den technischen Spezifikationen der Pipelines ab.






