Hessen kämpft mit neuer Kampagne gegen Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe
Tilly HörleHessen kämpft mit neuer Kampagne gegen Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe
Hessen startet Kampagne gegen Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe
Unter dem Motto „Mach’s möglich!“ hat Hessen eine neue Initiative ins Leben gerufen, um dem Personalmangel in der Behindertenhilfe entgegenzuwirken. Das Projekt soll Fachkräfte für die Eingliederungshilfe gewinnen und gleichzeitig die öffentliche Wahrnehmung für die Bedeutung dieses Bereichs schärfen. Die Aktion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen im gesamten Bundesland steigt.
Die Kampagne läuft bis zum 31. Dezember 2028 und wird von der Agentur Brand Factory geleitet. Sie umfasst eine eigene Website unter www.make-it-happen.de sowie einen Instagram-Account (@makeit_happen), um potenzielle Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen. Im Mittelpunkt stehen authentische Berichte von Fachkräften, die Einblicke in ihre tägliche Arbeit geben.
Die Eingliederungshilfe unterstützt Menschen mit Behinderungen oder von Behinderung bedrohte Personen dabei, selbstbestimmt zu leben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Hessens Programm bietet praxisnahe, staatlich geförderte Ausbildungen mit bezahlten Einsatzmöglichkeiten. Dennoch bleiben viele Stellen unbesetzt – eine Belastung für das System, da immer mehr Menschen Anspruch auf Unterstützung haben.
Das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales arbeitet eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Ziel ist es, die gesellschaftliche Relevanz des Bereichs hervorzuheben und mehr Menschen zu ermutigen, eine Karriere in der Eingliederungshilfe in Betracht zu ziehen.
Die „Mach’s möglich!“-Kampagne reagiert auf einen dringenden Bedarf: mehr qualifiziertes Personal für die wachsenden Angebote der Behindertenhilfe in Hessen. Mit einer Mischung aus digitaler Ansprache und praxisnahen Ausbildungsmöglichkeiten soll die Initiative offene Stellen besetzen und die langfristige Stabilität des Sektors sichern. Die Maßnahmen laufen bis Ende 2028.






