28 March 2026, 22:17

Hessen kämpft für besseren Schutz von Untermietern in ganz Deutschland

Plakat mit einem große, zweistöckigen Gebäude mit rotem Dach und weißen Wänden, begleitet von zentralem schwarzem Text, der "emprunt national 6% - rentes perpetuelles exemptes impot" auf einem hellblauen Hintergrund liest.

Hessen kämpft für besseren Schutz von Untermietern in ganz Deutschland

Hessen treibt Initiative für besseren Schutz von Untermietern in ganz Deutschland voran

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine neue, von Hessen angeführte Initiative fordert strengere Schutzmaßnahmen für Untermietende in Deutschland. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der der Wohnungsmarkt – insbesondere in den Städten – unter extremem Druck steht. Sollten die geplanten Änderungen verabschiedet werden, könnten Untermietende künftig nicht mehr plötzlich ihre Wohnung verlieren, wenn Hauptmieter:innen gekündigt werden.

Der Bundesrat prüft nun schärfere Regeln zum Schutz von Untermietenden. Eine zentrale Maßnahme sieht vor, dass Hauptmieter:innen Vermieter:innen über alle Untervermietungsvereinbarungen informieren müssen. Damit soll mehr Transparenz geschaffen und Streitigkeiten über nicht genehmigte Untervermietungen vermindert werden.

Am 28. Januar 2026 urteilte der Bundesgerichtshof, dass Hauptmieter:innen Wohnraum nicht gewinnorientiert untervermieten dürfen (Aktenzeichen: VIII ZR 228/23). Die neue Initiative knüpft daran an und schlägt ein Verbot vor, das Vermieter:innen untersagt, gewinnorientierte Untervermietungen zuzulassen. Ziel ist es nicht, Untervermietungen generell zu verbieten, sondern Ausbeutung zu verhindern und fairere Bedingungen zu schaffen.

Ein weiterer zentraler Punkt der Reform wäre eine gesetzliche Mindestfrist für Kündigungen von Untermietenden, falls die Hauptmieter:innen ihre Wohnung verlieren. Derzeit droht Untermietenden oft obdachlos zu werden, wenn der Hauptmietvertrag endet. Die geplanten Änderungen sollen diese rechtliche Lücke schließen und mehr Sicherheit bieten.

Die Initiative reagiert zudem auf ein wachsendes Problem: Viele Menschen nehmen teure Untervermietungen in Kauf, ohne ausreichend geschützt zu sein. Angesichts der verschärften Wohnungsnot landen Untermietende häufig in prekären Situationen – mit hohen Mieten und unsicheren Wohnverhältnissen.

Der Vorschlag wird nun im Bundesrat weiter beraten. Bei einer Zustimmung würden die neuen Regeln klarere rechtliche Schutzmechanismen für Untermietende einführen. Gleichzeitig wären die Pflichten von Vermieter:innen und Mieter:innen präziser definiert, um Konflikte bei Untervermietungen zu verringern.

Quelle