17 June 2026, 17:12

"Helden": Wie ein Jugendkollektiv das Heldentum radikal neu denkt

Helden, die absagen

"Helden": Wie ein Jugendkollektiv das Heldentum radikal neu denkt

„Helden“ – ein neues Theaterstück von einem Jugendkollektiv

Ein neues Stück mit dem Titel „Helden“ wird derzeit von einem Jugendensemble aufgeführt. Die Produktion erkundet das Konzept von Heldentum aus der Perspektive der Darsteller:innen im Alter von 12 bis 26 Jahren. Präsentiert wird es von Active Player NK, einer Gruppe, die sich Authentizität und kreativem Ausdruck verschrieben hat.

Seit 2022 wird Active Player NK von Mohammad Eliraqui geleitet. Die Gruppe setzt sich dafür ein, junge Menschen zu Ehrlichkeit und Selbstausdruck zu ermutigen. Ihr jüngstes Werk, „Helden“, verbindet Gesang, Tanz und inszenierte Kämpfe, um die Themen lebendig werden zu lassen.

Lujain Mustafa zeichnet für die dynamischen Kampfchoreografien und Tänze verantwortlich, während Eliraqui die Regie unterstützt. Das Stück enthält auch gesellschaftskritische Elemente – etwa eine Szene, in der zwei Figuren aufeinandertreffen, um den Kapitalismus zu hinterfragen. Philosophische Fragen zu Zeit und dem Jenseits sind in die Aufführung eingewoben.

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Mohammed Amin, einer der Darsteller, stellt das traditionelle Heldenbild infrage. Er hinterfragt, warum Helden zwar anderen helfen sollen, selbst aber nie um Unterstützung bitten dürfen. Das Publikum reagierte begeistert und feierte die jungen Schauspieler:innen für ihren Mut, sich unverstellt zu zeigen.

Der Heimathafen Neukölln fördert das Projekt, indem er kostenlose Schauspielworkshops anbietet. Diese erfordern kein Vorsprechen – die Plätze werden per Los vergeben, was Theater für mehr junge Menschen zugänglich macht.

„Helden“ vereint Kreativität, gesellschaftliche Kritik und persönliche Reflexion. Das Stück präsentiert das Talent und die Ideen junger Künstler:innen und regt zum offenen Dialog an. Die Produktion unterstreicht den Wert von jugendgeführter Kunst bei der Auseinandersetzung mit komplexen Themen.

Quelle