26 April 2026, 00:22

"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar über Tabus lacht

Plakat für "Eine angestellte Frau: Der große Furz-Comedy-Erfolg" mit einer Person mit entschlossener Miene und einer Uhr im Hintergrund.

"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar über Tabus lacht

Jährlich am 5. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. Das humorvolle Ereignis ermutigt die Menschen, Blähungen als ganz normalen Teil des Lebens anzuerkennen. Trotz des spielerischen Tons hat der Tag einen überraschend gut dokumentierten Ursprung.

Erfunden wurde der Feiertag 2006 von Bastian Melnyk, einem deutschen Illustrator und Karikaturisten. Sein Ziel war einfach: eine natürliche Körperfunktion zu enttabuisieren, die oft mit Scham verbunden wird. Das Datum, der 5. Februar, teilt sich mit anderen skurrilen Anlässen wie dem Welt-Nutella-Tag, dem Tag der Meteorologen oder Finnlands Runeberg-Tag. In den USA ist derselbe Tag auch als Nationaler Furztag bekannt, wobei seine Herkunft unklar bleibt.

Sogar in kulturellen Mythen taucht das Thema auf. Die französische Ethnologin Elsa Gómez-Imbert hielt eine Legende der Tatuyo aus Kolumbien fest, in der ein Mann durch einen Furz, den er gegen den Geist des Waldes richtete, versehentlich Tonerde schuf. Die Geschichte zeigt, wie etwas Alltägliches unerwartete Bedeutung erlangen kann.

Der Tag lenkt auch die Aufmerksamkeit auf Persönlichkeiten wie Mr. Methane, einen britischen Künstler, der für seine Auftritte als "professioneller Furzer" bekannt ist. Seine Bühnenshows, die auf kontrolliertem Flatulenz-Spiel basieren, verleihen dem Thema eine theatralische Note.

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Der nächste "Hast du gepupst?"-Tag fällt auf Mittwoch, den 5. Februar 2025. Im Jahr darauf verschiebt er sich auf Donnerstag, den 5. Februar 2026. Der 5. Februar bleibt ein Datum voller kurioser Feiertage – von süßen Leckereien bis zur Würdigung der Wetterkunde. Doch der "Hast du gepupst?"-Tag sticht hervor, indem er ein Tabuthema in eine offene, humorvolle Diskussion verwandelt. Dass der Brauch bis heute Bestand hat, unterstreicht das ursprüngliche Anliegen seines Schöpfers: über etwas ganz Menschliches zu lachen – und es zu akzeptieren.

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