Hannovers Hauptbahnhof droht Stillstand durch fehlende Ausbau-Millionen
Tilly HörleHannovers Hauptbahnhof droht Stillstand durch fehlende Ausbau-Millionen
Pläne zum Ausbau des Hannover Hauptbahnhofes bleiben wegen fehlender Mittel auf der Strecke
Der Hauptbahnhof Hannover ist ein zentraler Knotenpunkt im deutschen Schienennetz und bewältigt täglich mehr als 260.000 Fahrgäste sowie rund 750 Züge. Kritiker warnen, dass die Verzögerungen bei der Finanzierung unlogisch seien und die Gefahr bestehe, die ohnehin angespannte Situation weiter zu verschärfen.
Bereits im März hatte die Deutsche Bahn einen Ausbauvorschlag vorgelegt, der zwei zusätzliche Gleise und einen weiteren Bahnsteig vorsieht. Swantje Michaelsen, Verkehrsexpertin der Grünen, bezeichnete den Stillstand als „Skandal“. Wie aus ihrem Büro verlautet, seien in den jüngsten Verhandlungen der Bundesregierung mit der DB InfraGO keine Fortschritte bei Schienenprojekten erzielt worden.
Michaelsen warf der Bundesregierung vor, die Planung für die Modernisierung des Bahnhofs zu blockieren. Auch das Bündnis Allianz pro Schiene kritisierte die Finanzierungslücke scharf und betonte, dass die Verzögerungen „keinen Sinn“ ergäben. Unterdessen setzt sich das Bundesverkehrsministerium in den Haushaltsverhandlungen für mehr Mittel für Schienenprojekte ein.
Ohne die notwendigen Gelder können die beiden neuen Gleise und der zusätzliche Bahnsteig am Hannover Hauptbahnhof jedoch nicht realisiert werden. Damit droht eine weitere Verschärfung der Engpässe in einem der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte Norddeutschlands. Die nächste Haushaltsentscheidung der Regierung wird zeigen, ob das Projekt vorankommt – oder endgültig auf Eis liegt.






