05 April 2026, 04:10

Hanau nach dem Anschlag: Wie Hessen den Betroffenen bis heute hilft

Ein Diagramm mit der Bezeichnung 'Gemeinschaftsverantwortung' mit einem zentralen Kreis, der durch Pfeile mit drei sich überschneidenden Kreisen verbunden ist, alle in kräftigen, leuchtenden Farben.

Hanau nach dem Anschlag: Wie Hessen den Betroffenen bis heute hilft

Am 19. Februar 2020 erschütterte ein rassistisch motivierter Anschlag in Hanau die Stadt: Neun Menschen wurden getötet, bevor der 43-jährige Attentäter sich selbst und seine Mutter das Leben nahm. Die Tat löste landesweit Bestürzung und tiefe Trauer aus.

Die Landesregierung von Hessen reagierte schnell, um Überlebenden und Angehörigen der Opfer beizustehen. Es wurden Programme aufgelegt, die sowohl Soforthilfe als auch langfristige Unterstützung für die Betroffenen der Gewalt boten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In den Monaten nach dem Anschlag richtete die Landesregierung gemeinsam mit der Stadt Hanau ein gemeinsames Hilfsprogramm ein. Dieses umfasste finanzielle Unterstützung, Traumatherapie und praktische Hilfe für die Hinterbliebenen. Besonders engagierte sich die Initiative Hanauer Hilfe, die sich auf Traumabewältigung spezialisierte und Familien bei Anträgen auf Entschädigungsleistungen begleitete.

Zusätzlich wurde eine Opferbeauftragte ernannt, die als feste Ansprechpartnerin für die Betroffenen fungiert. Sie sorgte dafür, dass Angehörige jederzeit direkten Zugang zu Hilfsangeboten erhielten. Gleichzeitig erhielt das Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) zusätzliche Mittel, um die Präventionsarbeit gegen rechtsextreme Gewalt zu verstärken.

Sechs Monate nach dem Anschlag betonte Ministerpräsident Volker Bouffier bei einem Treffen mit den Angehörigen, dass deren Unterstützung weiterhin höchste Priorität habe. Für Ende August war ein weiteres Gespräch geplant, um offene Bedürfnisse und Anliegen zu besprechen.

Der Freistaat Hessen sicherte zu, Hanau auch weiterhin zur Seite zu stehen, während die Stadt den langen Prozess der Trauer und des Gedenkens durchlebt. Die Verantwortlichen räumten ein, dass die Heilung Zeit brauchen werde, versprachen den Betroffenen aber anhaltende Hilfe bei der Bewältigung der Folgen.

Der Anschlag von Hanau legte tiefe Wunden offen, doch die Reaktion Hessens zielte darauf ab, Stabilität und Fürsorge zu bieten. Finanzielle Hilfen, traumatologische Unterstützung und gestärkte Präventionsmaßnahmen sollten Überlebenden und Angehörigen helfen. Das anhaltende Engagement der Landesregierung zeigt ihren Willen, der Stadt den Weg nach vorn zu ebnen – im Gedenken an die Opfer.

Quelle