Halles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturviertel mit Bundesförderung umgestaltet
Tilly HörleHalles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturviertel mit Bundesförderung umgestaltet
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) steht vor einer weiteren Transformation im Rahmen einer großen Kulturinitiative. Das Projekt wird durch das Bundesprogramm Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen der Kulturstiftung des Bundes gefördert und unterstreicht damit seine wachsende Bedeutung für die Kunst- und Kulturszene der Stadt.
Der Veranstaltungsort hat sich bereits als zentraler Kulturknotenpunkt in Halle etabliert. Wie Dr. Judith Marquardt, die stellvertretende Oberbürgermeisterin für Kultur und Sport, betont, hat er sich zu einem lebendigen Ort für Theater, Musik, Film, Clubkultur und bürgerschaftliches Engagement entwickelt. Zudem fördert er freie künstlerische Arbeit und kulturelle Bildung.
Laut den neuen Plänen wird TOOH das Theater bis 2028 jeweils sechs Monate im Jahr nutzen und dabei disziplinübergreifend künstlerisch arbeiten. Die Stadt strebt eine engere Zusammenarbeit mit TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der unabhängigen Kunstszene an, um das Potenzial des Ortes weiter aususchöpfen.
Ein Young Future Team, bestehend aus lokalen Jugendlichen, wird bei der Vorbereitung des Veranstaltungsorts mitwirken, Führungen anbieten und Feedback für die weitere Entwicklung sammeln. Im September 2026 startet ein Pilotprojekt, das jungen Menschen die Möglichkeit gibt, den Raum mit eigenen Ideen mitzugestalten. Zudem beabsichtigt die Stadt, in der zweiten Phase des Übermorgen-Förderprogramms bis zu 600.000 Euro zu beantragen.
Der Ort bleibt ein zentraler Anlaufpunkt für die unabhängige Kunstszene. Er wird weiterhin junge Menschen willkommen heißen und andere kommunale Kulturprojekte beherbergen.
Die Umgestaltung des ehemaligen Thalia-Theaters wird seine Rolle als kulturelles Viertel in Halle (Saale) ausbauen. Mit Bundesförderung und Bürgerbeteiligung zielt das Projekt darauf ab, langfristige Finanzierung und kreative Möglichkeiten zu sichern. Die Zukunft des Ortes scheint offen und anpassungsfähig für neue künstlerische und gesellschaftliche Bedürfnisse.
