Gießen wird zum Zentrum der deutsch-afrikanischen Kommunalpartnerschaften
Tilly HörleGießen wird zum Zentrum der deutsch-afrikanischen Kommunalpartnerschaften
Vom 8. bis 11. September 2025 fand in Gießen die 6. Partnerschaftskonferenz zwischen deutschen und subsaharischen afrikanischen Kommunen statt. Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 18 afrikanischen Ländern und Deutschland kamen zusammen, um die Zusammenarbeit im Rahmen von 47 kommunalen Partnerschaften zu vertiefen.
In diesem Jahr richteten die Stadt Gießen – Partnerstadt von Swakopmund in Namibia – und der Landkreis Gießen – verbunden mit Mubende in Uganda – die Veranstaltung aus. Die alle drei Jahre stattfindende Konferenz ist ein zentraler Treffpunkt für Akteure der deutsch-afrikanischen Kommunalpartnerschaften.
Vertreter der Stadt Aschaffenburg, darunter Helmut Maier und Markus Bischof, nahmen gemeinsam mit ihren Partnern aus Bo in Sierra Leone teil. Im Anschluss an die Konferenz setzten die Aschaffenburger Delegierten die Gespräche mit den Verantwortlichen aus Bo in Aschaffenburg fort.
Organisiert und finanziert wurde die Veranstaltung von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SK:EW) im Auftrag von Engagement Global. Kommunalpartnerschaften wurden dabei als Erfolgsmodell hervorgehoben, das konkrete Vorteile für Gemeinden in Afrika und Deutschland bringt.
Die Konferenz stärkte bestehende Kooperationen und förderte neue Initiativen zwischen deutschen und afrikanischen Kommunen. Mit 94 beteiligten Städten und Gemeinden in Deutschland wachsen die Partnerschaften weiter – zum Nutzen der lokalen Entwicklung und des grenzüberschreitenden Austauschs.
Schlüsselthemen entstehen aus der Gießen-Konferenz zur deutsch-afrikanischen kommunalen Zusammenarbeit
Die Gießen-Konferenz betonte dringende Prioritäten in grenzüberschreitenden Partnerschaften. Jean Pierre Elong Mbassi warnte vor abnehmender globaler Solidarität während seines Hauptvortrags. Delegierte konzentrierten sich auf die Stärkung der lokalen Verwaltung, um Klimakrisen und soziale Krisen zu bekämpfen. Workshops behandelten die Biodiversität, die digitale Stadtplanung und die Rolle von Frauen in der kommunalen Führung.