Gießen räumt auf: Kampagne gegen verwaiste und kaputte Fahrräder beginnt
Carmine WeißGießen räumt auf: Kampagne gegen verwaiste und kaputte Fahrräder beginnt
Gießen startet Initiative gegen verwaiste und verkehrsuntaugliche Fahrräder
Die Stadt Gießen hat eine neue Aktion gestartet, um herrenlose und verkehrsuntaugliche Fahrräder in zentralen Bereichen der Stadt zu erfassen. Die Behörden fordern Radfahrer auf, die ausgewiesenen Abstellflächen zu nutzen und ihre Räder in einem verkehrssicheren Zustand zu halten, um Platz zu schaffen und die Sicherheit zu erhöhen.
Ab der 17. Kalenderwoche werden städtische Ordnungskräfte Fahrräder kennzeichnen, die verlassen oder nicht mehr fahrtauglich wirken. Betroffen sind unter anderem der Bahnhofsvorplatz, der Alte Wetzlarer Weg, die Tiefgarage in der Lahnstraße, das Neustädter Tor, der Berliner Platz sowie die Fußgängerzone. Jedes markierte Rad erhält ein auffälliges Band als Warnung.
Die Besitzer haben anschließend etwa drei Wochen Zeit, ihre Fahrräder zu überprüfen und gegebenenfalls Reparaturen durchzuführen. Danach werden die gekennzeichneten Räder von der Stadt eingesammelt und bis zu zwei Monate eingelagert. Um ein entferntes Fahrrad zurückzuerhalten, müssen die Eigentümer einen Termin bei der Ordnungsbehörde vereinbaren und einen Nachweis über ihr Eigentum erbringen. Akzeptiert werden etwa ein Foto des Rades, ein Fahrradpass, ein Kaufbeleg oder die Rahmennummer.
Offizielle Zahlen, wie viele verkehrsuntaugliche oder herrenlose Fahrräder in den betroffenen Bereichen im vergangenen Jahr gemeldet oder entfernt wurden, liegen nicht vor.
Ziel der Maßnahme ist es, die durch vernachlässigte Fahrräder verursachte Unordnung und Gefahren in stark frequentierten öffentlichen Räumen zu verringern. Radfahrer werden daran erinnert, verantwortungsvoll zu parken und ihre Räder instand zu halten, um eine Entsorgung zu vermeiden. Wer die gesetzte Frist versäumt, riskiert den dauerhaften Verlust seines Fahrrads.






