27 March 2026, 00:14

Gießen eröffnet bahnbrechendes Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft und Klimafolgenforschung

Plakat mit Text und Logo, das besagt: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030", und damit für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Gießen eröffnet bahnbrechendes Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft und Klimafolgenforschung

Neues Forschungszentrum für nachhaltige Landwirtschaft und Klimaanpassung in Gießen eröffnet

Am 16. Mai 2025 wurde in Gießen offiziell das "Liebig-Zentrum für Agroökologie und Klimafolgenforschung" eröffnet. Die Gründung erfolgte nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz und Dr. Najat Mokhtar vom Gemeinsamen FAO/IAEA-Zentrum. Das Zentrum soll durch fortschrittliche wissenschaftliche Methoden die globale Ernährungssicherheit stärken.

Das Zentrum entsteht in Kooperation zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und dem Gemeinsamen FAO/IAEA-Zentrum für nukleare Techniken in der Ernährung und Landwirtschaft. Es dient als internationale Plattform für Wissensaustausch, unterstützt Forschungsvorhaben der Vereinten Nationen und bildet Wissenschaftler:innen aus über 180 Mitgliedstaaten aus. Benannt nach dem Chemiker des 19. Jahrhunderts, Justus von Liebig, knüpft die Einrichtung an dessen Erbe an, Ernteerträge durch wissenschaftliche Innovationen zu steigern.

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Im Mittelpunkt der Arbeit stehen isotopengestützte Technologien – eine Methode, die vom Gemeinsamen FAO/IAEA-Zentrum gefördert wird, um die Nahrungsmittelproduktion zu verbessern. Zudem trägt das Institut für Insektenbiotechnologie im Pflanzenschutz der JLU mit der Entwicklung biologischer Schädlingsbekämpfungsmethoden bei. Diese Ansätze reduzieren die Abhängigkeit von chemischen Pestiziden und schützen gleichzeitig die Biodiversität.

Das Institut für Pflanzenökologie der Universität bringt weitere Expertise ein und betreibt eines der ältesten Free-Air-CO₂-Anreicherungssysteme (FACE) weltweit. Dieses Instrument ermöglicht es Forscher:innen, die Auswirkungen steigender CO₂-Werte auf Ökosysteme zu untersuchen. Die wissenschaftliche Kommunikation des neuen Zentrums werden Prof. Dr. Christoph Müller und Prof. Dr. Marc Schetelig leiten.

Zu den ersten Partnerländern gehört Kolumbien, das im Rahmen der IAEA-Initiative "Atoms4Food" mit dem Zentrum zusammenarbeitet. Das Programm unterstützt Staaten dabei, die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern und die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen.

Das "Liebig-Zentrum" konzentriert sich auf nachhaltige Lösungen für die Landwirtschaft im Wandel des Klimas. Seine Forschungs- und Ausbildungsprogramme sollen Wissenschaftler:innen und Entscheidungsträger:innen weltweit zugutekommen. Die Partnerschaft zwischen der JLU und dem Gemeinsamen FAO/IAEA-Zentrum markiert einen wichtigen Schritt hin zu widerstandsfähigeren Ernährungssystemen.

Quelle