06 May 2026, 03:51

Gesundheitsexperten fordern höhere Steuern auf Tabak und Alkohol zur Rettung der GKV

Alte deutsche Zigarettenkarte mit einer Landschaftsszene und beschreibendem Text.

Gesundheitsexperten fordern höhere Steuern auf Tabak und Alkohol zur Rettung der GKV

Führende Gesundheitsvertreter in Deutschland schlagen vor, die Steuern auf Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke zu erhöhen, um das finanziell angeschlagene System der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stärken. Die von prominenten Akteuren unterstützten Maßnahmen zielen darauf ab, den Tabakkonsum zu reduzieren und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen für das Gesundheitssystem zu generieren.

Andreas Gassen, Vorsitzender des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (KBV), argumentiert, dass höhere Steuern auf schädliche Produkte sowohl den Konsum eindämmen als auch die Gesundheitsfinanzierung entlasten würden. Er regt an, den Preis für eine Schachtel Zigaretten oder eine Flasche Wein um etwa zwei Euro anzuheben. Trotz der hohen gesundheitlichen Risiken – Rauchen verursacht jährlich über 130.000 Todesfälle – sind Zigaretten in Deutschland nach wie vor günstiger als in vielen anderen europäischen Ländern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ulrike Elsner, Vorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), unterstützt den Vorstoß. Höhere Tabaksteuern könnten ihrer Meinung nach dabei helfen, dass Menschen weniger rauchen oder ganz aufhören. Zudem schlägt sie vor, die Mehreinnahmen zu nutzen, um die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel und medizinische Hilfsmittel von 19 auf 7 Prozent zu senken. Allein diese Maßnahme könnte der GKV jährlich rund sieben Milliarden Euro sparen.

Zu den weiteren Empfehlungen der KBV gehört es, nicht versicherungsfremde Leistungen aus dem Beitragsaufkommen herauszulösen und stattdessen über Steuermittel zu finanzieren. Sowohl Gassen als auch Elsner betrachten diese Schritte als notwendig, um die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems langfristig zu stabilisieren.

Sollten die Steuererhöhungen umgesetzt werden, könnten ungesunde Produkte für Verbraucher weniger erschwinglich werden, während gleichzeitig Milliarden für dringend benötigte medizinische Leistungen frei würden. Die Vorschläge liegen nun der Kommission zur Prüfung vor, die für die Finanzierung der GKV zuständig ist.

Quelle