19 June 2026, 22:07

Gefangener Mörder flieht mit Motorrad – und wird in Italien nach Unfall geschnappt

Flucht stellt Fragen: Mörder bekommt Tagesfreilassung - Wie kann das sein?

Gefangener Mörder flieht mit Motorrad – und wird in Italien nach Unfall geschnappt

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter ist während eines begleiteten Ausgangs aus dem Gefängnis Celle in Peine geflohen. Benjamin F. entkam mit seinem Motorrad und wurde später nach einem Verkehrsunfall in Italien wieder gefasst. Der Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Gefängnis-Sicherheitsvorkehrungen und des Beurlaubungssystems für Hochrisiko-Häftlinge ausgelöst.

Benjamin F. verbüßte eine lebenslange Freiheitsstrafe, hatte jedoch vor seiner Flucht bereits 38 begleitete Ausgänge erhalten. Nach Paragraf 13 des Niedersächsischen Justizvollzugsgesetzes können verurteilte Mörder unter bestimmten Voraussetzungen – darunter eine Mindesthaftdauer von acht Jahren für unbegleitete Aktivitäten – Beurlaubungen gewährt werden.

Die Gefängnisbehörden hatten ihn als geringes Flucht- oder Rückfallrisiko eingestuft. Dennoch besuchte er seine Mutter in Vöhrum mit seinem eigenen, in Braunschweig zugelassenen Motorrad, bevor er floh. Seine Flucht endete, als er in Italien in einen Unfall verwickelt wurde und daraufhin festgenommen werden konnte.

Die CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen hat die Entscheidung, ihm den Ausgang zu gewähren, scharf kritisiert. Sie stellt infrage, wie ein solch hochriskanter Häftling für unbegleitete Ausgänge als geeignet eingestuft werden konnte.

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Die Flucht wirft Zweifel an der Wirksamkeit der Verhaltensbewertungen für Beurlaubungsgenehmigungen auf. Gefängnisbeamte stehen nun wegen ihrer Risikobewertungen in der Kritik. Der Fall könnte zu einer Überprüfung der Richtlinien für die Gewährung von Ausgängen an verurteilte Mörder in Niedersachsen führen.

Quelle