08 June 2026, 14:10

Gedenkturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016

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Gedenkturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016

Ein Fußballturnier in München ehrte am 6. Juni 2026 die Opfer des Anschlags von 2016, bei dem neun Menschen getötet wurden. Organisiert von Hasan Leyla, dem Vater des 14-jährigen Opfers Can Leyla, war die Veranstaltung Teil der Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag. Im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb, sondern das gemeinsame Gedenken – viele Teilnehmer hatten enge Bezüge zu den Verstorbenen.

Der Anschlag in München am 22. Juli 2016 fand zunächst kaum öffentliche Beachtung. Die Behörden stuften ihn anfangs als Tat eines einzelnen, psychisch gestörten Täters ein. Spätere Ermittlungen ordneten ihn jedoch als rechtsterroristischen Anschlag ein – eine Neubewertung mit politischer Tragweite.

Hasan Leyla stellt seit Langem die ursprüngliche Darstellung infrage. Sein Sohn Can gehörte zu den neun Opfern, darunter auch der 14-jährige Guiliano Kollmann – beide leidenschaftliche Fußballfans. Um ihr Andenken zu bewahren, gründete Leyla die Initiative „München erinnert“.

Das Turnier im Stadtteil Moosach brachte Menschen zusammen, nicht zum Wettkampf, sondern zum Austausch von Erinnerungen. Spieler und Besucher nutzten die Veranstaltung, um der Verstorbenen zu gedenken. Gleichzeitig mobilisierte Leyla Unterstützung für die anstehenden Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag im Juli 2026 – damit die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

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Das Fußballturnier wurde zu einem Ort des kollektiven Gedenkens. Es setzte ein Zeichen gegen die jahrelange öffentliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Anschlag und ehrte zugleich die Opfer, die das Spiel liebten. Die Arbeit der Initiative geht weiter, während die Stadt sich auf weitere Gedenkveranstaltungen im Juli vorbereitet.

Quelle